Archiv für den Monat: August 2017

Dreifacher Erinnerungstag

Für meinen Mann und mich ist der heutige Tag in doppelter Hinsicht ein Tag sehr positiver Erinnerungen:
1. Heute vor 20 Jahren haben wir uns kennengelernt
2. Heute vor 10 Jahren haben wir das Elbe-Penthouse übernommen

Der 3. Punkt der heutigen Erinnerungen hat heute vor 20 Jahren weltweit große Bestürzung verursacht:
Heute vor 20 Jahren verstarb Diana, Princess of Wales

Zu Punkt 1:
Wir verbringen den heutigen Tag in Charlottetown/Kanada.
Mit dem Namen dieser Stadt schließt sich in gewisser Weise ein Kreis zu Punkt 3:
Die Stadt wurde zu Ehren der Deutschen Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz benannt. Sie war die Gattin des Englischen Königs Georg III.

Verminderte Sicht

Vorgestern Abend bereits fuhr unser schwimmendes Zuhause durch dicken Nebel. Das Typhon am Bug des Schiffes sendete das vorgeschriebene Schallsignal hinaus auf den Nordatlantik. Als ich nachts mal wach wurde war alles wieder ruhig.

Gestern Abend, wir saßen noch beim Abendessen, war draußen plötzlich wieder alles grau und das Typhon nahm wieder seine Arbeit auf. Im Abstand von ca. 2 Minuten sendet es seinen dunklen Ton von ca. 4 Sekunden Länge. Wenn man dann in der Koje liegt, vermittelt das ein Gefühl von Gemütlichkeit. Auf der Brücke wird das sicher ganz anders gesehen. Da wird eine angespannte Atmosphäre herrschen. Die Bildschirme der Radargeräte werden ständig aufmerksam beobachtet ob nicht Gefahr besteht, ein in der Nähe befindliches Schiff zu übersehen.

Die ganze Nacht durch und noch jetzt, am frühen Vormittag, fahren wir durch dicken Nebel Kanada entgegen, begleitet von den regelmäßigen Tönen des Typhon.

Schiffsexpedition


Das Schiff ist groß, das Schiff ist lang und das Schiff ist hoch. Auf unseren täglichen Spaziergängen lernen wir Mein Schiff 6 immer besser kennen. Und jede Gelegenheit nutzen wir, irgendwo an der Reling zu stehen und auf das Meer zu schauen. Bernd steht hier am Heck auf Deck 5 und spiegelt sich im Diamanten, eine Glas-/Stahlkonstruktion über mehrere Decks.

Champagner satt

Am Abend des ersten Seetages auf dem Weg von Hamburg nach Zeebrügge hatte der Kapitän zum Champagnerempfang in die X-Lounge geladen. Es gab wirklich Champagner bis zum Abwinken. Mit einem der anderen anwesenden Offiziere, der für die Finanzen zuständig ist, hatten wir ein sehr nettes und langes Gespräch über dieses schöne neue Schiff und Zukunftspläne der Reederei.

Und tschüss!

In dem Moment, da dieser Beitrag erscheint, steht unser Shuttle vor der Tür und wird uns zum Terminal in Altona bringen. Die nächsten 2-1/2 Wochen werde ich mich einen Dreck darum scheren, was in der Welt passiert. Mr. Trump in den USA, der Despot Erdoğan in der Türkei, Wahlkampf zu Hause – es ist mir alles egal. Ich werde keinen Blick auf an Bord herumliegende Zeitungen werfen. Ich lehne mich zurück und genieße!

Wir werden versuchen, zwischendurch mal eine kurze Meldung zu machen. Einen ausführlichen Reisebericht gibt es wie immer ein paar Tage nach unserer Rückkehr. Bleibt gesund!

Genialer Urlaubsauftakt

Gestern waren wir in Tecklenburg zum Musical. Die Karten und die Übernachtung hatte ich Bernd zum Geburststag geschenkt.

Nach einr relativ entspannten Fahrt mit dem Wagen trafen wir am frühen Nachmittag dort ein und checkten im Hotel Drei Kronen ein. Vor 7 Jahren waren wir schon mal in Tecklenburg zum Musical und hatten im gleichen Hotel übernachtet. Es ist ein altes Fachwerhaus mit einer großen Terrasse und 2 großen Sälen. Der Inhaber, er hat heute morgen das Frühstück selbst arrangiert, ist ein „Typ“, gleich „per Du“, was mir immer gut gefällt. Ich mag ja, wenn es locker zugeht.

Die Zimmer haben eine Art von morbidem Charme. Die Tapeten sind zum Teil rissig, die Dachfenster lassen sich nicht richtig schließen – aber alles ist sauber und ordentlich. Vor der Aufführung haben wir im Hotel gegessen, richtig richtig toll und preiswert.

Etwa 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn nahmen wir unsere Plätze auf der überdachten Tribüne im Freilichttheater Tecklenburg ein und beobachteten, wie es sich langsam füllte. Die Leute schleppten in Taschen mitgebrachte Getränke und, ganz wichtig, ausreichend Polsterung für die harten Holzbänke mit.

Punkt 19 Uhr begann die Vorstellung von REBECCA – Das Geheinis von Manderley. Und was war das für eine Vorstellung! Tecklenburg hat die Stars der Muiscalszene aufgeboten. Jan Amman mit seiner tollen Stimme, die in Richtung Bass-Bariton geht, spielte den eleganten Maxim de Winter. Seine Zornesausbrühe ließen mir das Blut in den Adern stocken. ‚Als „Ich“, seine frischangetraute junge Ehefrau agierte Miica Jovanovic auf der Bühne. Sie wandelte sich von der kindlich-naiven jungen Gesellschafterin zur selbstbewussten Mrs. de Winter, die die langjährige Hausdame Mrs. Danver dann später in die Schranken wies. Pia Douwes als Hausdame war der verkörperte Wahnsinn. Die Rolle scheint für Pia Douwes auf den Leib geschrieben zu sein. Ihre Gestik, ihre Stimme – einfach phantastisch.

Während der Vorstellung gab es schon jede Jubel und Applaus für die Protagonisten. Als jedoch der letzte Ton verklungen war, brach sich der Jubel bahn und der Applaus brandete auf. Fast wie in einem Guss stand das Publikum auf zu standig ovations – mit Recht – und war nur schwer zu beruhigen.

Wer nun meint, das kostet doch sicher viel Geld, ist auf dem Irrweg. Für knapp über 40 Euro, inklusiver aller Gebühren, bekommt man Plätze in der 2. Kategorie!

Abschied

„Mein Schiff 1“ – immer noch mein Traumschiff – hat Hamburg, und damit Deutschland, gestern für immer verlassen. Das Schiff befindet sich jetzt auf der Reise nach Mallorca. Vom Mittelmeer aus geht es dann nach Asien. Im Februar geht das Schiff dann auf seine letzte Reise für TUICruises von Asien nach Mallorca.

Ein paar Leute haben sich gestern bereitgefunden, „Mein Schiff 1“ zu verabschieden. Passend dazu weint der Himmel. Wenn ich an der Elbe gewesen wäre, hätte ich wohl Rotz und Wasser geheult.

Viele mögen es ja für absurd halten, wie emotional ich damit umgehe. Tja, ich kann nichts dafür, so bin ich nun mal.

In letzter Minute!

Mein selbstgestecktes Ziel, vor dem Urlaub 5 kg abzunehmen, habe ich tatsächlich geschafft!. Da die Schwimmerei auch in diesem Jahr nicht sehr regelmäßg erfolgte, zweifelte ich manchmal daran, ob ich das schaffen würde. Heute freue ich mich sehr darüber, dass der Lustlosigkeit an manchen Tagen nicht nachgegeben habe, wissend, dass Bewegung allgemein ja sehr wichtig ist.

Da ich heute wieder etwas länger geschlafen habe, habe ich den heutigen Morgeneinstieg verpasst. Vielleicht kommt ja noch Regen. Wenn es meine endgültigen Urlaubsvorbereitunen zulassen, werde ich im Laufe des Tages nochmal in die Fluten steigen. Denn ab morgen ist es vorbei.

An Bord der Mein Schiff 6 gibt es einen 25-Meter-Pool. Die neue Generation der Schiffe von TUICruises sind die einzigen Passagierschiffe weltweit, die diesen Luxus anbieten. Die Chance ist also da, dass ich während des Urlaubs die eine oder andere Cocktailkalorie wieder abschwimmen kann. Für 1.500 Meter bräuchte ich allerdings 60 Bahnen während ich in unserem heimischen Freizeitbad mit dem 50-Meter-Becken nur 30 Bahnen benötige.

Badehose und Schwimmbrille kommen jedenfalls mit in den Koffer.

Rentner und Autos

Ich verstehe nicht, warum man als Renterehepaar 2 Autos haben muss. Und die sollen nicht mit dem Argument kommen, es wäre ja umweltfreundlicher, mit dem kleineren Fahrzeug die kleinen Besorgungen zu erledigen wie z.B. zum Einkaufen oder zum Doc zu fahren. Das geht nicht auf. Aber da sieht man mal, welche Fatzkes hinter der Autolobby stehen!

Hier in unserer Wohnanlage mit 5 „Stadtvillen“ und ca. 50 Wohnungen wohnen 2 solcher Paare. OK, jeder kann mit seinem Geld machen, was er will. Ich bin auch nicht neidisch darauf weil ich das ziemlich dekadent finde. So viel haben Rentner nun auch nicht zu tun, dass jeder sein eigenes Auto braucht.