Eine gute Entscheidung

Als wir uns für ein neues Auto interessierten, hatten wir überhaupt nicht darüber nachgedacht, ob es ein PKW mit Dieselantrieb werden könnte. Der Abgasskandal war – und ist noch immer – allgegenwärtig. Eher dachten wir ja darüber nach, uns ein E-Auto zu kaufen, kamen ja aber zu der Erkenntnis, dass die Reichweite dieser Fahrzeuge noch nicht ausreichen sei, jedenfalls jene, die unserem Budget entsprechen.

Beim Beratungsgespräch des Volvohändlers tauchte seinerseits die Frage auf, ob es denn auch ein Dieselmotor sein dürfte, was wir sofort und vehemment ablehnten. Weitere Nachfragen seitens des Verkäufers gab es nicht, er versuchte gar nicht erst, uns ein Dieselfahrzeug schmackhaft zu machen.

In den letzten Wochen ist die Deutsche Autoindustrie ja fast täglich in den Schlagzeilen, sei es wegen des Abgasskandals oder neuerdings auch wegen eines angeblichen Auto-Kartells. Mein Vertrauen in Deutsche Autos und deren Hersteller ist jedenfalls nicht mehr vorhanden.

Das Urteil, welches heute in Stuttgart gefällt wurde, bestätigt mir, dass unsere Entscheidung, kein Diesefahrzeug zu kaufen, richtig war, auch wenn es sich nicht um ein Deutsches Fabrikat gehandelt hat.

Volvo wird sich ab 2019 nur noch mit der Entwicklung von E-Autos beschäftigen. Die Deutschen Autobauer setzen weiterhin auf den Verbrennungsmotor und setzen die Politik mal wieder unter Druck: Angeblich würden 600.000 Arbeitsplätz daran hängen! Selbst in Großbritannien, ein Land, welches als nicht gerade sehr fortschrittlich gilt, gibt es scheinbar Bestrebungen, ab 2040 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu verbieten.

Die Politik in Deutschland ist eh ein Büttel der Autoindustrie. Anders ist es nicht zu erklären, dass nicht längst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf den Autobahnen eingeführt worden ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Gerichte nicht beeinflussen lassen. Der VDA (Verband der Automobilindustrie) rechnet jetzt schon damit, dass bei einer Revision das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu einem anderen Ergebnis kommt als das Gericht in Stuttgart.

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