Endspurt

Jetzt habe ich nur noch 3 Arbeitstage. Lange habe ich mich darauf gefreut, in Rente gehen zu können, d.h. ich freue mich immer noch. Aber je näher der Tag kommt – umso merkwürdiger ist das Gefühl, dass er nun unmittelbar bevorsteht.

Heute Mittag bin ich von einer Firma zum Abschiedsessen eingeladen. Die beiden Inhaber kenne ich schon viele viele Jahre. Schon während ich bei einer kleinen Reederei in Lübeck angestellt war, hatte ich mit den Beiden zu tun. Tja, und nun wird auch dieses Kapitel beendet.

Morgen gibt’s dann noch ein paar Routinearbeiten und dann mal sehen, was der Tag noch so bringt. Freitag dann die Übergabe an meine Kolleginnen. Mittags bin ich zusammen mit meinem Chef von den Inhabern unserer Firma zum Abschiedsessen eingeladen. Und das war’s dann ja wohl.

Mein letzter offizieller Arbeitstag ist zwar der 31. März, doch das ist gleichzeitig mein letzter Urlaubstag.

14 Gedanken zu „Endspurt

  1. Peggy

    Ich kann dich gut verstehen, mir ging es auch so – ein echt komisches Gefühl.
    Was mir dann zu Gute kam, ich kann einen oder zwei Tage noch ehrenamtlich in meinem früheren Job arbeiten und das hat mir ganz schnell ein „anderes“ Gefühl beschert.
    Aber es ist herrlich wenn man nicht mehr MUSS.
    Freu dich auf die schöne, freie Zeit.
    Aber eins kann ich dir sagen, es stimmt tatsächlich, man hat viel weniger Zeit, in der Pension, als vorher.
    Kaum zu glauben !!!
    Alles Gute für den neuen Abschnitt !!!

    LG Peggy

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    1. Hans-Georg

      Hallo Peggy – und herzlich willkommen bei Queergedacht.
      Tja, es wird spannend, die Zeit „danach“. Die ersten Tage habe ich noch einiges Vorzubereiten, dann ist Ostern. Aber dann ….
      Vielen Dank für deinen guten Wünsche!

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  2. Ingrid

    Auch wenn man gerne aufhört zu arbeiten und genug für ’nachher‘ weiß, komisch ist es immer, vielleicht weil ein Lebensabschnitt endgültig zu Ende geht, eine Zeit, die nie wieder kommt.
    LG, Ingrid

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    1. Hans-Georg

      Du hast das ja schon in paar Jahre hinter dir und sprichts aus Erfahrung. Für mich ist das Neuland und auch eine gewisse Unsicherheit, wie das „danach“ wohl sein wird, gerade so ähnlich als würde ich einen neuen Job antreten. Na ja, ich habe dann ja auch einen neuen „Arbeitgeber“, der mein „Gehalt“ bezahlt.

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      1. Ingrid

        Für mich war es ‚die große Freiheit‘. Ich kann tun und lassen, was und wann ich will. Keine Verpflichtungen mehr, kein ‚muss‘ und ’sollte‘. Allerdings … Arbeit ist schon noch eine Menge. Gerade muss unser alter maroder Zaun erneuert werden, neue Stützen einbetoniert werden. Das macht er alles selbst und ich dann den ‚Rest‘. 😉

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        1. Hans-Georg

          Genau das ist wohl der Punkt, das „Wann“. Meine Haushaltsaktivitäten konzentrierten sich sich bisher auf den Samstagvormittag. Ab jetzt kann ich das besser verteilen und den Dingen auch mal ein wenig gründlicher auf den Zahn fühlen.
          Die Terrassenarbeiten sind ja wetterabhängig. Was nützte es mir, wenn während der Arbeitswoche das schönste Wetter herrschte und am Wochenende regnete es? Gerade jetzt im Frühling ist das doch ein wichtiger Punkt, ein Punkt ab jetzt für mich!

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  3. ossi1967

    Weit haben wirs gebracht… Mein Mann (der nicht mal mein Blog liest, geschweige denn anderer Menschen Blögger) fragt mich alle paar Wochen mal, wann denn Hans-Georg nun in Pension geht. Muß ich ihm gleich erzählen, daß es von dieser Front Neuigkeiten gibt. *LOL*

    Ich überleg grad, ob ich das Bedürfnis hätte, mich von jemandem in meinem Büro per Essenseinladung o.ä. zu verabschieden. Manche veranstalten so ein 1stündiges Zusammenkommen in einem der Besprechungsräume mit Sekt und Brötchen… Nein. Nein, ich glab das wär nicht passend. Einfach mit unserer HR die Formalitäten erledigen und am nächsten Tag nicht mehr kommen. That’s it.

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    1. Hans-Georg

      Der „inner circle“ besteht aus 7 Personen, sozusagen der kleine intime Kreis. Wenn man sich gut versteht und mehr als 20 Jahre zusammenarbeitet, finde ich das angebracht. Und meine diesbezügliche Einladung ist auch wohlwollend angenommen worden.
      Dass mich die Inhaber mit einem Essen verabschieden ist doch nett. Und dass auch Fremdfirmen mich zu einem Abschiedsessen eingeladen haben zeigt mir, dass dort auch in den vielen Jahren der Zusammenarbeit ein persönliches Verhältnis aufgebaut wurde.

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      1. ossi1967

        Und ich hab mir gedacht, daß Du jetzt in erster Linie auf das Interesse meines Mannes an Deinem Leben eingehst 🙂

        Bei mir gabs einfach immer eine ganz strikte Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Ich arbeite mit manchen meiner heutigen Kollegen seit 1996 zusammen und weiß weniger von ihnen als von irgendwelchen Taxifahrern, die mich 2x hintereinander durch Wien chauffieren. Ich leide Höllenqualen, wenn ich zu Anlässen gehen muß, bei denen das Berufsleben einen auf „Freizeit“ macht: Weihnachtsfeiern, Teambuilding und so Zeugs. Das halt ich überhaupt nicht aus.

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        1. Hans-Georg

          Warum sollte ich auf die Interessen DEINES Mannes eingehen?

          Bei uns ist es so, dass schon ein gegenseitiger Austausch über das Familenleben der Kolleginnen und Kollegen stattfindet. Ich habe das immer als sehr angenehm empfunden. Natürlich bedeutet das, dass alle „gleich gestrickt“ sind und Informationen von sich preisgeben.

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