Archiv für den Monat: Februar 2015

Nostalgie

Mitten in der City von Hamburg wird ein Teil der HSH-Nordbank-Passage abgerissen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es die erste Einkaufspassage in Hamburg überhaupt war. Recht klein und dementsprechend mit kleinen Ladenlokalen war sie. In den letzten Jahren wechselten ständig die Mieter. Es gab aber auch Geschäfte, die schon immer da waren.

Jetzt soll das Ding aufgemöbelt werden, heller und schöner soll es werden. Zum dem Zweck muss wohl ein Teil des Gebäudes weichen. Seit ein paar Wochen ist eine Abrissmaschine dabei und knabbert da rum. Und da erschien an einem Gebäude daneben der Glasurit-Papagei, der Jahrzehnte ein verstecktes Leben fristete. Vermutlich wird er demnächst wieder verschwunden sein.

Glasurit – eine Farbemarke, die mich noch geläufig ist, mir aber viele Jahre nicht mehr über den Weg gelaufen ist. Gibt’s die überhaupt noch? Ja, tatsächlich. Aber wie es aussieht, hat die Firma sich auf Auotlacke spezialisiert. Den Papagei haben die immer noch in ihrem Logo.

And the Oscar goes to …

… Eddie Redmayne!
Es ist vollbracht, die diesjährigen Oscars sind verteilt. Die Filme, die Preise bekommen haben, sind nicht unbedingt das, was ich mir im Kino anschauen würde. Aber das ist Geschmacksache.

Wer ist Eddie Redmayne? Schon mal gehört den Namen? Mir sagte der Name erstmal gar nichts. Aber als ich das dazugehörige Bild dieses Wuschelkopfes sah, war mir sofort klar, dass ich den Schauspieler schon mal gesehen hatte. Aber nur wo bzw. in welchem Film? Das fiel mir nicht gleich ein. Doch dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, äh, aus den Augen: Klar, er hat doch in dem Musikfilm Les Misérables mitgespielt. Da war er mir schon positiv aufgefallen, so rein optisch. Knuddelig isser und seine „out of bed“ Frisur reizt mich, da mal ordentlich durchzuwuscheln. Früher soll er mal Model für Pickstrullis, äh, Strickpullis gewesen sein. Vermutlich würde er aber auch in Schlübbers eine gute Figur machen.

Wer ist Dr. Zoch?

Unser Büro liegt neben der Bahnstrecke Hamburg Hauptbahnhof / Hamburg Dammtor. Über diese Strecke sollen angeblich täglich mehr als 1000 Züge fahren, S-Bahnen eingeschlossen, und natürlich in beide Richtungen. Wenn ich von meinem Arbeitsplatz mal aufstehe um z.B. zum Lenzen, zum Drucker oder in eine andere Abteilung zu gehen, ist die Möglichkeit sehr gross, dass ich aus den Augenwinkeln unten einen Zug sehe.

Heute morgen gewahrte ich in Bruchteilen einer Sekunde eine rote Lokomotive mit einem Schriftzug. Meine Wahrnehmung war nur „Dr Zoch“ und noch irgendwas dahinter. Ich hatte mich kaum in meinen Bürostuhl fallenlassen als ich auch schon wieder hochschnellte. Ich wollte etwas genauer wissen, was es mit Dr. Zoch aufsich hat und womit die Bahn auf der Lok Werbung machte. Da stand dann „D’r Zoch küttl“ – vermutlich ist das irgendein Rheinischer Dialekt und soll so viel heissen wie „Der Zug kommt“.

Na, die sollten das schnellstens entfernen. Es ist wieder Bahnstreik angesagt. Dann kommt kein Zug mehr.

Offen am 14. Februar

Gestern war ich in Lübeck, vormittags hin – am frühen Nachmittag zurück. Meistens fahre ich über die B207. Das dauert zwar etwas länger weil es ein paar Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt und wenn man Pech hat, hat man einen sogenannten Sonntagsfahrer vor sich, der dort, wo man 100 km/h fahren darf, mit 80 km/h durch die Gegend zuckelt. Aber die Strecke ist ca. 10 km kürzer als wenn ich über die Autobahnen fahren würde.

Als ich aus Lübeck abfuhr schien die Wintersonne vom blauen Himmel. Das Thermometer im Wagen zeigte 9 Grad an. Bei nächster Gelegenheit hielt ich an und klappte das Verdeck auf. Mit Nacken- und Sitzheizung war es ein Vergnügen, mal wieder offen fahren zu können. Ich hoffe auf viele weitere Gelegenheiten in dieser Saison!

Valendienstag

Der Valendienstag fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Ich weiss, ein Kalauer! Allein die Tatsache, dass ich damit diesen Tag durch den Kakao ziehe zeigt, was ich davon halte. Mein Mann ist zum Glück gaynau meiner Meinung: Alles nur Geldschneiderei! Die Blumengeschäfte verdienen sich dumm und dösig. Pralinenpackungen werden in Herzform verkauft, kosten das Gleiche wie eine normale Packung, haben aber aufgrund der Verpackungsform weniger Inhalt.

Valentienstag – der Tag der Verliebten. Verliebt sind mein Mann und ich auch nach mehr als 17 Jahren noch immer. Wir zeigen uns das jeden Tag des Jahres in kleinen Gesten, Austausch von Zärtlichkeiten und kleinen verbalen Äusserungen. Wir brauchen dazu keinen Extratag.

Skurril wird es, wenn sich Kollegen und Kolleginnen zum Valentienstag kleine Aufmerksamkeiten machen. Sind die dann alle untereinander verliebt? Oder wenn man der Oma zum Valentienstag Pralinen schenkt. Man kann’s auch übertreiben.

Schatz, ich hab dich lieb, jeden einzelnen Tag des Jahres. Diesen Satz könnte ich jeden Tag ins Weblog schreiben. Dafür bedarf es keinen Valentienstag! Schatz, ich hab dich lieb! Das sagen wir uns jeden Tag des Jahres. Und dieser kleine zärtliche Satz hat auch nach mehr als 17 Jahren nichts von seiner Zärtlichkeit und Bedeutung verloren.

Die letzten Wochen

Nach einer Woche Urlaub war heute mein erster Arbeitstag, der erste Arbeitstag von den letzten überhaupt! Nein, die Tage zähle ich nicht und ich verschone euch auch mit einem wöchentlichen oder gar täglichen Countdown. Neugierig war ich heute aber doch, wieviele Wochen ich noch arbeiten muss und schaute mal auf den Kalender: Sieben Wochen sind es nur noch!

Bei meiner Freude auf die Zeit danach könnte man meinen, ich wäre froh, endlich nicht mehr in diese Firma kommen zu müssen. Ich habe bereits mehrfach betont, dass dem nicht so ist. Ich habe nette Kolleginnen und Kollegen, wir verstehen uns alle prächtig. Die Arbeit ist interessant, besonders durch internationale Kontakte. Das Büro liegt an einer exponierten Stelle in Hamburg. Es ist alles wunderbar. Aber „ich habe fertig“ mit arbeiten. Nach fast 48 Jahren im Arbeitsleben ist es genug!

Bin ich zu dick?

Nein, es ist viel schlimmer: Eine Frau sagt über sich selbst, dass sie fett ist. Und das sagt sie sogar öffentlich in ihrem neuen Blog Gut gehen. In diesem Blog schreibt sie über ihre Erkenntnis, fett zu sein und darüber was sie tut, ihren Zustand zu ändern.

Allein den Mut zu haben, sich öffentlich als fett zu bezeichnen, finde ich ziemlich beeindruckend. Viele Menschen, die es nötigen hätten, was gegen ihren Leibesumfang zu tun, benutzen diverse Alibis: Die Gene, die Drüsen, das Klimakterium, die Midlifecrisis. Ich denke, im Erfinden von Alibis sind diese Menschen ganz groß. Worin sie nicht groß sind ist zu erkennen, dass sie was ändern können, ja, vielleicht sogar müssen.

Ich selbst weiss, dass ich ein paar Kilo zu viel auf den Rippen habe. Es gibt aber keine körperlichen Einschränkungen. Ich benutze die Treppen um in unsere Wohnung in der 3. Etage zu gelangen, ich brauche 30 Minuten vom verlassen des Büros bis zur Rückkehr und habe zwischendurch 1 x die Binnenalster umrundet, zu Fuß! Ich kann mich ohne Probleme bücken um meine Schuhe anzuziehen und zuzubinden. Trotzdem möchte und sollte ich ein paar Kilo abnehmen, und zwar nicht vom Teller sondern von Rippen und Hüften. Und damit werde ich nach Ostern beginnen.

Jeder, der Gewicht verlieren möchte, muss selbst einen Weg finden, wie es am Besten für ihn ist. Bei früherer Gelegenheit hielt ich es so, dass ich alles gegessen habe, was mir geschmeckt hat, habe aber aufgehört zu essen wenn ich satt war, es nicht so gehalten: Ach, das schmeckt so gut, ich ess noch was. Begleitet wurde diese Art von Diät von intensivem schwimmen 2 – 3 Mal in der Woche.

Ich wünsche Ina viel Erfolg bei ihren Bemühungen, ihr Gewicht zu reduzieren. Ihr Blog habe ich bei mir in der Rubrik „Livestyle“ verlinkt. Ina hat mir die Genehmigung dafür erteilt, auch dafür dass ich schreiben darf, dass sie von sich sagt: Ich bin fett. Für diese Erkenntnis hat sie meine Hochachtung!

Reisevorbereitungen

Im Sommer geht es auf auf „Große Fahrt“. Dieses Mal werden wir 17 Übernachtungen auf „Mein Schiff 1“ haben und eine Reise machen, die für uns wohl einmalig bleiben wird. Um möglichst viele Eindrücke zu sammeln, haben wir uns eine Videokamera zugelegt. Da die Reise erst im Juli beginnt, haben wir die Kamera jetzt schon mal gekauft um uns damit vertraut zu machen. Es wäre ja ärgerlich wenn man meint, man hat tolle Aufnahmen im Kasten und später stellt man fest, dass alles nichts geworden ist. Bernd wird sich während der Reise um die bewegten Bilder kümmern, ich mache, wie bisher, die Standfotos.

Die Kamera ist klein und handlich, wie auf dem Vergleichsfoto mit einem Päckchen Papiertaschentücher zu sehen ist. Die bisherigen Testserien zeugen von guter Qualität der Aufnahmen. Das eine oder andere Filmchen wird sicherlich nach der Reise hier im Weblog zu sehen sein.

Das neue Handy

Ein eigenes Mobiltelefon, neudeutsch Handy, hatte ich noch nie. Bei meinem vorigen langjährigen Arbeitgeber bekam ich eins von der Firma gestellt. Mein erstes Handy war eins, welches die Form und das Gewicht eines Briketts hatte und womit ich ein Sakko ruinierte weil die Taschen ausbeulten. Wir alle wissen, dass im Lauf der Jahre die Dinger immer kleiner und damit sakkofreundlicher wurden. Inzwischen passen die in jede Tasche.
Der Trend geht zurzeit dahin, dass die Handys wieder grösser werden, was mit Sicherheit dem grösseren Bildschirm und der vielen Funktionen geschuldet ist, die heute üblich sind. Ein Handy nur zum telefonieren? Man kann ja so vieles damit machen, sich sogar bei Tisch im Restaurant per Chat unterhalten, was übrigens eine Unsitte ist, die ich nie verstehen werde.

Von meinem derzeitigen Arbeitgeber bekam ich ein IPhone gestellt, welches ich zwar behalten könnte, ich bräuchte aber eine neue Nummer. Die bisherige Nummer übernimmt meine Nachfolgerin. Die Zeit ist gekommen, mir ein eigenes Handy anzuschaffen.

Die Frage für mich war, was ich mit den anschaffen soll. Mit dem IPhone konnte ich mich nie so richtig anfreunden, ich kann nicht erklären warum. Ich sag mal so: Wir harmonieren nicht miteinander, die Chemie stimmt nicht. Es mag viele Leute geben, die das gar nicht verstehen können, für die ein IPhone das non plus ultra ist. Für mich nicht – Punkt und aus!

Der Handymarkt ist gross und die Auswahl ist nicht einfach. Man sollte schon wissen, worauf man Wert legt. Für mich ist so ein Teil nach wie vor hauptsächlich ein Telefon, welches ich eh äusserst selten benutze. Alles andere, was man damit heute anfangen kann, ist für mich Spielkram, der zwar dabei ist und manchmal auch ganz nützlich sein kann. Wenn ich unterwegs bin, benötige ich keinen Zugriff auf meine Emailaccounts und ich muss nicht im Internet surfen oder chatten. Ein paar praktische Apps, wie z.B. für das Wetter, Fahrpläne oder zum Einchecken bei Flügen – das reicht mir schon.

Ende letzten Jahres begann ich damit, mich für Handys zu interessieren. An erster Stelle stand für mich der Preis. Ich sehe nicht ein, dass ich viel Geld dafür ausgeben soll. Aber gut aussehen soll es natürlich auch. Alles weitere ergibt sich dann von selbst. Und so landete ich beim Samsung S5. Ich entdeckte dann noch, dass es beim Kauf bis zum 6. Dezember eine Rückerstattung von 100 Euro gab wenn man sich registrierte. Ich haderte mit mir selbst – soll ich oder doch nicht? Schliesslich gab mein Mann den entscheidenden Anstoss, das Gerät zu kaufen. Ich registrierte mich bei Congstar für eine Nummer, die ich mir in Teilen auch noch selbst aussuchen konnte und wo mir ein Startkapital gutgeschrieben wurde. Da Bernd mich geworben hatte, bekam er auch eine Werbeprämie.

Inzwischen hatte ich ausreichend Zeit, mich mit dem neuen Spielzeug zu beschäftigen. Ein paar Apps sind inzwischen drauf. Telefoniert habe ich bisher noch nicht damit. Die Nummer ist auch noch nicht bekanntgemacht worden weil das ungeliebte andere Gerät noch in Betrieb ist. Bisher habe ich nichts negatives festgestellt. Es sieht so aus, als würde die Chemie stimmen. Ab Ende März wird das Handy offiziell in Betrieb genommen werden – und eh kaum benutzt werden.