Archiv für den Monat: Februar 2014

Salmiakpastillen mit Musik?

Oder Schallplatten zum Aufessen?

Ich glaube, letzteres hab ich schon mal gehört. Aus Schokolade waren die. Sie liessen sich abspielen und Musik ertönte. Damals, als es noch Schallplatten gab, die mit einem Plattenspieler abgespielt wurden dessen Tonarm mit einer Diamantnadel die Rillen abtastete und in Töne umwandelte.

Wie aber komme ich nun auf das Thema?: Vor ein paar Tagen kaufte ich mir in einer Apotheke ein Dose Salmiakpastillen. Aus Langeweile studierte ich die Zutaten. Da steht unter anderem: Überzugmittel Schellack. Aus Schellack waren ja die ersten Schallplatten gepresst. Sie hatten die Grösse von LPs und wurden mit einer Geschwindigkeit von 78 Umdrehungen abgespielt, d.h. sie hatten etwa die gleiche Lauflänge wie eine Single aus Vinyl, die mit 45 Umdrehungen abgespielt wird. Und jetzt findet sich Schellack auf den Salmis. Ist da etwa Musik eingeritzt? Ausprobieren kann ich das nicht. Vermutlich würden die Salmis vom Plattenteller fliegen wenn ich den mit 78 Umdrehungen rotieren lassen würde. Salmis haben ja auch kein Loch in der Mitte, durch welches sie mithilfe des mittigen Nippels auf dem Plattenteller auf diesem fixiert werden könnten.

Aber vielleicht machen Salmis ja gar nicht Musik sondern turnen lieber am Reck oder am Barren. Bei den Zutaten steht nämlich auch „Trennungsmittel Talkum“. Ist Talkum nicht das weisse Puder, mit dem sich Sportler die Hände einstauben, bevor sie sich ans Reck hängen?

Der Hit wäre ja turnende Salmis im Takt zur selbstabgespielten Musik.