Archiv für den Monat: Januar 2012

Zehnjähriges

Blogs kommen und gehen. Meins ist immer noch da, von Anfang an, seit nunmehr 10 Jahren, heute auf den Tag genau.

Die Inspiration, selbst ein Blog zu schreiben, kam von April, von Holger und von noch ein paar anderen Bloggern. Übriggeblieben aus der Zeit sind nur noch wir 3, nämlich April, Holger und ich.

Technisch hat sich viel getan in den 10 Jahren. Mein Blog war anfangs „handgeklöppelt“. Dank Holger wurde es dann in ein Blogsystem gebracht.

Was war noch anders vor 10 Jahren? Gerade vor ein paar Tagen habe ich mich mit April per Kommentar darüber unterhalten. Damals wussten wir noch gar nicht, was Kommentare sind. Die Unterhaltung fand per Gästebuch statt. Und das Bloggen war von einer Leichtigkeit, die ich heute oft vermisse. Viele Blogger nehmen sich einach zu ernst, was auch oft die Kommentare widerspiegeln.

Trotzdem habe ich den Spass am Bloggen nicht verloren, weil ich mich vielleicht nicht so ernst nehme (aber das sollen andere beurteilen), auch wenn ich manchmal über ernste Themen schreibe.

Ob ich in 10 Jahren immer noch blogge? Keine Ahnung. Ich bin dann über 70. Wenn es mir nochmal 10 Jahre Spass macht, bin ich noch dabei. Interressant wäre es, dann zu sehen, wer von heute noch dabei ist. Also sag ich mal:
Auf die nächsten 10 Jahre!

Zum Wochenanfang

Ein Ehepaar sieht auf dem Markt einen Stand mit seltsamen exotischen Früchten. Lange starrt der Mann auf das Schild mit dem Aufdruck „Import“.

Die Marktfrau erklärt:
„Die werden eingeführt“.

„Siehst du“, sagt der Mann zu seiner Frau, „du hättest sie natürlich gegessen“.

Lippen

Nicht weit entfernt von der kleinen Stadt an der Elbe, auf der anderen Seite, in der kleinen Stadt Lüchow in Niedersachsen, wird demnächst das einzige Stonesmuseum der Welt eröffnet. Irgendwie ist es krass, in einer kleinen Stadt, die auf der Welt kaum benkannt ist, wird es ein Museum geben über eine Band, die weltbekannt ist. Soweit so gut!

Doch in der kleinen Stadt Lüchow gibt es Ärger, nämlich um die Urinale. Die beiden Stehpinkelbecken sind nämlich einem Mund mit dicken roten Lippen nachgebildet. Kunst eben. Die Gleichstellungsbeauftrage von Lüchow meint, die Dinger müssten weg, die seien frauenfeindlich. Kann etwas überhaupt frauenfeindlich sein, was von einer Frau kreirt worden ist?

Wer aber sagt, dass es sich tatsächlich um Frauenmünder handelt? Die Lippen von Mick Jagger sind doch auch nicht ohne. Und seinen Mund kann er auch ganz schön weit aufreissen. Also passen die Pinkelbecken doch ins Museum! Wozu also die Aufregung?

Rehatreffen

Gestern Abend traf sich die Reha-Gang im Marschachter Hof: Andrea (ihr Mann gesellte sich später zu uns), Christopher mit Freundin, ich mit Bernd. Martin war leider verhindert.

Es war das erste Mal, dass wir uns ausserhalb der Anstalt im kleinen privaten Kreis getroffen haben. Obwohl wir alle gesellschaftsfähig angezogen waren und kein Sportzeug anhatten, haben wir uns wiedererkannt.

Der nette Abend verging wie im Flug. Wiederholung: Sicher doch. Wir sind doch alles nette und aufgeschlossene Leute und wohnen nur wenige Kilometer entfernt – nur der grosse Strom trennt uns.

Der Stint ist da!

Ich bin ja Fischesser. Fisch esse ich für mein Leben gern, ausgenommen gebratene Heringe. Also die Gräten darin – reiner Puhlkram, da wird man ja hungriger bei als man vor dem Essen war.

Stint ist ein Saisonfisch im Hamburger Raum. Er wird gefangen wenn er zum Laichen die Flüsse, in diesem Fall die Elbe, hochzieht. Stint wird sozusagen mit Haut und Haaren gegessen. Nur der Kopf nicht. Aber der Schwanz! Jetzt wurde der Stint erstmals in dieser Saison in der Elbe bei der kleinen Stadt gesichtet.

Sorry, aber das ist nicht mein Ding. Kieler Sprotten, die isst man ja auch so. Ich glaub, da ist sogar der Kopf noch dran. Nee, nie nich!

Dorsch, Karpfen, Butt (für die Ausländer: man sagt auch Scholle), Forelle – alles das ist kein Problem für mich, auf dem Teller zu sezieren und mit Genuss zu verspeisen.

Stint soll ja was ganz tolles sein. Aber mit Gräten – nee, nichts für mich!

Schön doof

Wer sich mit fast leerem Magen (1 Banane, 1 Becher Joghurt) Blogs anschaut, in denen Rezepte veröffentlicht sind, ausserdem die Speisekarte auf der Seite des Restaurants, in dem am Samstag das Treffen der Reha-Gang stattfindet, hat selbst schuld, wenn er Hunger bekommt.

Heute Abend gibt es zum Salat als kleine Abwechslung mal Kresse.

Der Hunger treibt es rein, deshalb hab ich kein Foto vom Salatteller.

Zettelwirtschaft? Nein danke!

Elvira hat aufgrund meiner heutigen Vergesslichkeit den Tipp ihres Gatten verlautbaren lassen: Zettel machen. Bisher brauchte ich für die morgendlichen Routinedinge keine Zettel und ich hoffe, dass es so bleibt. Ausserdem hasse ich es, irgendwo Zettel anzupappen, so wie es bei vielen Leuten im Büro üblich ist, den Rand des Monitors zuzupflastern.

Eins gibt mir aber doch zu denken, was ich bislang verschwiegen hatte:
Ich fand heute morgen, als ich ins Büro fahren wollte, mein Handy nicht. Da, wo es immer liegt, war es nicht. Da, wo ich es zuletzt benutzt hatte, lag es auch nicht. Mein Mann hatte die Idee, das Handy mal anzurufen. Es gab dann Laut in meiner Hemdtasche. Ich hatte das Ding schon lange eingesteckt – Routine eben!