Was ist denn das?

Ein Tablett! Ein Tablett! – Äh, ein Tablet.

Aussergewöhnliche Aktionen bedürfen manchmal ausserordentlicher Investitionen. Um in der Klinik nicht von der Aussenwelt abgeschnitten sein zu müssen und ich damit rechnen muss, nach meiner Entlassung diverse Tage noch viel liegen zu müssen, habe ich mir ein Tablet-PC zugelegt.

Die Entscheidung dazu fiel mir sehr schwer. Ich bin oft sehr sehr grosszügig, ich kann aber auch sehr rational denken, was manchmal schon in Geiz ausartet.

Die erste Frage war: Brauch ich so ein Ding tatsächlich unbedingt?
Unbedingt natürlich nicht, soll ich doch nur 3 Nächte in der Klinik verbringen, also eine überschaubare Zeit.
Die zweite Frage: Was will ich damit?
Überwiegend surfen, ein wenig chatten und emails auf den Servern lesen.
Die dritte Frage: Was soll es kosten?
Möglichst preiswert soll es sein.

Ein Tablet-PC bräuchte für mich also nur eine minimalistische Ausstattung. Und es sollte nicht viel kosten. Ich informierte mich im Internet und stand vor dem Angebot wie der berühmte Ochs vor dem Berg. Technisch war ich total überfordert – Tunten und Technik eben. In erster Linie war für mich der Preis ausschlaggebend. Viel mehr als 300 Euro wollte ich nicht ausgeben.

Oliver riet mir, doch etwas mehr Geld auszugeben und was „ordentliches“ zu kaufen. Tja, dann hätte man „was eigenes“. Ich chattete auch mehrere Abende mit Arne über das Thema und sprach mit meinen Kollegen. Mit unserem Praktikanten, ein 27-jähriger Nautikstudent, erörte ich das Thema auch. Ich hatte nur immer das Euro-Zeichen in den Augen! Aber Schrott wollte ich auch nicht. Und ich befürchtete, dass der Bedarf erst geweckt werden würde, wenn ich so ein Teil erstmal über mehrere Tage benutzte.

Die Entscheidung fiel einsam am Montagabend während Bernd vor dem Fernseher ein Fussballspiel anschaute: Es wurde ein Samsung Galaxy Tab, welches heute geliefert wurde.

Nun habe ich noch ein paar Tage Zeit, mich damit zu beschäftigen damit ich auf dem Krankenbett damit klar komme.

24 Gedanken zu „Was ist denn das?

  1. Hans-Georg

    Ich wusste gar nicht, dass es nicht verkauft werden durfe. Egal, nun hab ich eins.
    Mit dem Handy ist das so eine Sache:
    1. Haben wir eine Datenbegrenzung
    2. Das Display ist etwas klein – obwohl das von dem Galaxy mit 7 Zoll auch nicht sehr gross ist.
    Ein grösseres Gerät wäre auch gleich schwerer. Und im Liegen das Ding zu halten ist wohl besser, wenn es nicht so schwer ist.

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  2. Nickeneck

    Ich war heute zufällig in einem der großen Elektronikmärkte und hab dort aus Interesse auch mal an den Teilen rumgespielt.
    Ehrlich gesagt hat sich mir der Sinn dieser etwas übergroß geratenen Smartphones (die meist nicht mal richtig telefonieren können) noch nicht recht erschlossen.
    Eben ein “Nice to have”, aber ein “Not must have”.
    Mir ist für sowas das Geld zu schade – wozu habe ich ein Notebook, das fast ebenso viel Geld verschlingt, aber wesentlich mehr leistet.
    Das war das! Best wishes.

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  3. CeKaDo

    Das Krankenhaus und meine Bloggerei daraus mit dem Handy, das waren die Dinge, die mich bewogen haben, mir danach mein Netbook zuzulegen. Damals gab es noch keinen Tablet. Doch immerhin begleitet mich das kleine Ding mit der großen Tastatur inzwischen überall auf Reisen und ich möchte es nicht mehr missen.

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  4. Arne

    Das Samsung Galaxy Tab kann man in Deutschland aber trotzdem an jeder Ecke bekommen. Der Verkauf ist (glaube ich) ausschließlich über Samsung verboten.

    Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß mit dem Tablet. Ein ausführlicher Testbericht wird erwartet! 😛

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  5. Hans-Georg

    @Holger:
    Ich hab nur ein kleines “altes” – das reicht für meine Zwecke.
    Der Klinikaufenthalt ist mit 3 Tagen geplant. Ich rechne aber damit, dass ich zu Hause auch noch viel liegen muss. Wer kann schon lange stehen oder gehen?! Sitzen darf ich nur jeweils ca. 15 Minuten am Stück.
    @Nickeneck:
    Ein Notebook wäre eher unpraktisch. Wenn man sitzen darf, ist es sicher kein Problem, aber im Bett liegend kann ich mir das absolut nicht vorstellen, damit zu “arbeiten”.
    @CeKaDo:
    Netbooks sind im Verhältnis preiswerter, aber für meine Zwecke wohl nicht so gut geeignet.
    @Arne:
    Den Testbericht wird es wohl erst geben, wenn ich entlassen bin.

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  6. Anette

    Mir hat sich bislang der Sinn solch eines Tablets auch noch nicht erschlossen …
    Ich weiß nur, dass ganz viele Programme mit denen ich umgehe dort nicht funktionieren …
    Ich habe mir für diverse Gelegenheiten (auch für Krankenhausaufenthalte) ein kleines Netbook zugelegt und komme damit auch im Liegen klar …
    Für mich käme so ein Teil nicht in Frage – aber ich bin ja auch ein “Gegner” von I- oder sonstigen Smartphones …
    Für deine OP und die Zeit danach wünsche ich dir alles Gute!
    Sei ein braver Patient 😉 …
    Und ich sag’s dir gleich, das Tablet darf nicht mit in den OP 😉 …
    Liebe Grüße, Anette

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  7. Hans-Georg

    @Anette:
    Erstmal vielen dank für die guten Wünsche. Und du kannst sicher sein, dass ich ein netter und guter Patient bin.
    Dass das Ding nicht mit in OP darf ist mir schon klar. Hatte heute kurzeitig daran gedacht, einer Person des OP-Teams meine Cam zu geben um ein Foto von mir zu machen damit ich mich auch mal sehen kann. Aber das hab ich wieder verworfen, das Ding ist ja nicht steril.
    Ein Tablet PC ist wohl nicht dazu gedacht, grossartige Programme damit auszuführen. Dafür will ich es auch gar nicht haben. Hab das eben schon mal in der Liegefunktion getestet bei meiner abendlichen Stufenlage. In einer Hand halten und mit der anderen Bedienen, ja, sogar tippen – geht wunderbar.

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  8. Bernie

    Hey Hans-Georg,

    herzlichen Glückwunsch. ich denke mal das Teil ist nicht schlecht. Ich selbst hätte tatsächlich gerne ein Ipad 2 und auch das neue Iphone und überhaupt… ich hätte irgendwie total viel zur Zeit. Aber wir bauen ja und da geht das alles nicht…

    Wir wünschen Dir alles alles Gute und drücken ganz ganz fest die Daumen.

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  9. Hans-Georg

    Hi Bernie!
    Versuche, mir das Ding so einzurichten, damit ich in der Klinik das habe, was ich möchte und damit ich damit umgehen kann. Noch habe ich ja ein paar Tage Zeit, mich damit zu beschäftigen.
    Danke für das Daumendrücken knuddels

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  10. Ossi

    Mhm…. Also für drei Tage hätt doch das Telefon auch gereicht. Das Argument mit dem Datentarif versteh ich nicht: Das Tablet kriegt seine Daten ja auch nicht aus dem Kabel, oder? Und wenns im Krankenhaus WLAN gibt, dann kommst Du ja auch mitm Telefon da rein.

    Die Befürchtung, daß man ein ausgewachsenes Notebook im Liegen nicht bedienen kann, muß ich widerlegen. Mein Dell Vostro lebt fast ausschließlich im Schlafzimmer. Gut, ich lieg jetzt nicht ganz flach auf dem Rücken damit, sondern leicht aufgerichtet… aber irgendwie gehts doch ganz gut.

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  11. Hans-Georg

    @Ossi:
    Obwohl ein Display von 7 Zoll ja nicht besonders gross ist, es es doch erheblich grösser als das Display von meinem Telefon und insofern doch viel praktischer.
    Das Tablet bekommt die Daten über das WLAN der Klinik.
    Sitzen, wie auch immer, darf ich nur ca. 15 bis 20 Minuten am Stück. Wenn ich also flach auf dem Rücken liegen muss, dann denke ich, dass ein Notebook eher unpraktisch ist. Und womöglich ist es auch schwerer.
    Du kannst ja mal raufkommen und mir assistieren zu lernen, wie man auf dem Rücken liegend ein Notebook bedient.

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  12. Hans-Georg

    Ossi, ohne dich näher zu kennen, habe ich erwartet, dass du so oder ähnlich reagieren würdest. lach
    Nein, eine Einladung INS Bett war das nicht, eher ANS Bett.
    Ich hoffe, dass du jetzt nicht enttäuscht bist.

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  13. Ossi

    Hehe… bin ich so leicht zu durchschauen? 😉

    Aber die exotische Stellung erklär ich Dir gern auch per cyber: Aufn Rücken legen, Beine anwinkeln (find ich immer sehr angenehm, wenn der Rücken Probleme macht), Laptop auf die Oberschenkel, einen zweiten Kopfpolster nehmen, um den Kopf ein bißchen höher zu bekommen… und geht schon. So schau ich XTube im Bett. 😉

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  14. Ossi

    Ich wußte es eben nicht. Ich habs auf Google gesucht. Noch nie gehört vorher.

    „Erpfi“: Da hast Du keine Antwort mehr bekommen, weil Du’s eh richtig erraten hast. Kartoffeln. In Österreich auch „Erdäpfel“ (wobei mir grad auffällt, daß ich den Singular „Erdapfel“ schon ewig nicht mehr gehört hab).

    Mit etwas regionalem Dialekt und umgangssprachlichem Verschleifen der Laute werden aus „Erdäpfeln“ eben „Erpfi“: Das -eln am Ende wird in der Aussprache schon sehr schnell und ohne viel lokalem Dialekt zu einem ü/i-Laut, das ä spricht sich eher wie ein ö („Erdöpfi“)… und wenn mans dann beim Power-Shopping eilig hat, wird die Mittelsilbe schon mal verschluckt. „Erpfi“ eben. 🙂

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  15. Hans-Georg

    Ist ja interessant, dass man den Ausdruck “dänische Western” bei Google finden kann. Na ja, was kann man da nicht finden?!
    Was Erdäpfel sind, kann man sich ja eigentlich gut vorstellen und der Name war mir auch bekannt. Erfpfi hingegen war völlig neu für mich. Habs ja aber hinbekommen.

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