Archiv für den Monat: Dezember 2008

Vorbei

So, Weihnachten ist vorrüber. Das klingt fast wie ein Stossseufzer, das ist es aber nur teilweise. Wenn man 4 Tage lang kocht und bekocht wird, dauernd mit Menschen zusammen ist – auch wenn es sehr liebe Menschen sind, dann ist man letztendlich doch froh, wenn es vorbei ist.

Über den Heiligabend und den 1. Weihnachtstag, die beiden Tage, an denen wir unsere Mütter zu Gast hatten und verwöhnt haben, hatte ich ja schon berichtet.

Am 2. Weihnachtstag und gestern liessen wir uns verwöhnen, auch wenn dies jeweils mit einer längeren Autofahrt verbunden war. So machten wir uns Freitagnachmittag auf den Weg nach Grossenaspe, wo Freunde von uns wohnen, die zum Weihnachtsessen geladen hatten. Bei der Abfahrt im Pappelwäldchen stellten wir fest, dass sich unser Wagen anhörte wie ein Dorftrecker. Der Auspuff! Bernd meinte, es könne sich nur um ein kleines Loch handeln, deshalb setzte ich mich halbwegs beruhigt ans Steuer. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit und ohne nennenswerte Änderungen der Motorumdrehungen war das Fahrgeräusch auch fast normal. Na ja, wird schon nicht so schlimm sein. Und ohne Probleme kamen wir an unserem Ziel an.


In Grossenaspe wurden wir mit Entenbrust und Rotkohl verwöhnt. Der Tisch war weihnachtlich festlich eingedeckt. Die gemütliche Zusammenkunft endete erst spät in der Nacht. Mehr als eine Stunde Fahrt lag vor uns. Morgens um halb zwei waren wir mit unserem Trecker wieder zu Hause.

Am gestrigen „3. Feiertag“ waren wir bei meiner Mutter eingeladen. Eigentlich wollten wir den Vormittag nutzen um einzukaufen und ansonsten nichts zu tun. Die Sache mit dem Auspuff liess mir aber keine Ruhe. Bernd hatte die Idee, zu Pit-Stop zu fahren. Ich rief bei der nächstgelegenen Werstatt an und trug das Problem vor. „Weiss ich nich, da muss ich erstma untergucken“ tönte es mir unfreundlich aus dem Telefonhörer entgegen. Nö, da würden wir auf keinen Fall hinfahren. Bei unserer Peugeotwerkstatt wurde der Telefonhörer gar nicht erst abgenommen. Blieb noch die Pit-Stop-Werkstatt Nr. 2 in Lüneburg. Der fleissige Mitarbeiter war am Telefon sehr freundlich. Allerdings sagte er gleich, dass kein Auspuff für unser Modell vorrätig sei. Aber notfalls würde er die Stelle schweissen damit wir erstmal über das Wochenende kommen. Bernd und ich beratschlagen kurz und machten uns dann auf nach Lüneburg. Der Wagen kam auf die Bühne. Es zeigte sich, dass das Auspuffrohr am Topf fast ganz abgerissen war. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, dass wir das Teil auf dem Boden mit uns geschleift hätten. Während der Mitarbeiter den Riss schweisste kamen wir zu dem Entschluss, am 2. Januar – wenn ich eh einen Tag frei habe, dort einen neuen Auspuff einbauen und gleichzeitig die Hauptuntersuchung machen zu lassen, da diese im Januar sowieso fällig ist. Also ist der freie Tag gleich schon wieder verplant.


Nachmittags ging es dann nach Lübeck zu meiner Mutter, wo wir auch Oliver und seine Freundin trafen. Mutter hatte Torte gemacht und es gab selbstgebackenen Stollen und selbstgebackene Plätzchen. Einen Weihnachtsbaum wollte sie in diesem Jahr, dem Jahr von Vaters Tod, nicht haben. Aber sie hatte die Wohnung mit anderen Accessoires schön weihnachtlich geschmückt. Nach der Bescherung eröffnete uns Oliver, dass er sich mit seiner Freundin verlobt hat. Darauf musste natürlich mit einem Glas Sekt angestossen werden. Ich hatte schon vorher mal einen Blick auf ihre Hände geworfen (Weihnachten ist ja traditionell auch das Verlobungsfest), konnte aber keine Ringe entdecken. Nein, sie hätten das eben ohne grosses Bimborium so für sich selbst gemacht. Nun, jetzt habe ich eine Schwiegertochter. Und darüber freue ich mich sehr.

Sekt macht hungrig. Und deshalb kredenzte Mutter uns ihren selbstgemachten Kartoffelsalat, dazu gab’s Würstchen. Den Kartoffelsalat hat sie, trotz ihrer fast 85 Jahre, toll hinbekommen. Es ist erstaunlich, wie gut sie immer noch zu Wege ist, auch wenn sie oft von Rückenschmerzen geplagt wird. Eine Operation könnte wohl Abhilfe schaffen, aber das will sie nicht mehr auf sich nehmen.

Tja, dieses Jahr hat uns Weihnachten gut auf Trab gehalten. Heute ist, von ein paar kleinen Hausarbeiten abgesehen, Erholung angesagt. In der Küche rührt jetzt gerade die neue Eismaschine, die ich von Bernd bekommen habe, ein Bananeneis. Wir sind beide sehr gespannt auf das Ergebnis.

Die etwas andere Krippe


In jeden Haushalt gehört zu Weihnachten eine Krippe. Jetzt haben wir auch eine. Entdeckt hatte sie mein Mann schon im vorigen Jahr. In diesem Jahr hat er sie mir geschenkt. Die Überraschung und Freude meinerseits war gross. Und natürlich habe ich sie gleich zusammengebaut und aufgestellt. Das war ein Gefühl wie früher: Man bekommt was geschenkt und kann es zusammenbasteln.


Die Krippe erzählt nicht nur die Weihnachtsgeschichte – wenn auch aus einer ganz anderen Sicht. Sie erzählt auch noch vieles, was in der Nacht der Nächte drumherum passiert. Sie müsste eigentlich so aufgestellt werden, dass man sie von allen Seiten betrachten kann.

Das war’s?

Nein, morgen ist ja auch noch Weihnachten. Und sogar übermorgen ist für uns noch mal Weihnachten. Aber ab morgen lassen wir uns beweihnachten. Gestern und heute haben wir beweihnachet. Es war Mütterweihnachten. Und wir haben das gern gemacht. Unsere Mütter sind ja allein und haben nur noch ihre Söhne.

Es begann gestern Nachmittag mit einem Kaffeetrinken. Dazu gab es kleines Gebäck, überwiegend selbstgekauft und selbst nach Hause gebracht, zu einem kleinen Teil selbstgebacken. Sozusagen zur Einstimmung. Im Hintergrund dudelte aus den Boxen Weihnachtmusik unseres Haussenders, unter dem Weihnachtsbaum lagen die Geschenke bereit. Der Abend endete mit einem Spaziergang zum Hotel, in dem unsere Mütter untergebracht waren. Dazwischen lagen einige gemütliche Stunden mit überraschenden Geschenken, netten Gesprächen und einem ausgedehnten Fondue. Und im Hintergrund dudelte immer die Weihnachtsmusik.

Am heutigen 1. Weihnachtstag trafen wir uns zum Frühstück um Hotel. Der weitere Verlauf des Tages gestaltete sich durch die Vorbereitungen für das traditionelle Putenbrustessen. Statt einer ganzen Pute gibt es nämlich eine Putenbrust mit Haut, die im Ofen gegart wird, was Schwiegermutters höchstselbstpersönliches Ritual ist und sich über mehrere Stunden hinzieht: Brust vorbereiten, im Bräter in den Ofen schieben, garen lassen. Deckel ab, öfter begiessen, Temperatur reduzieren, begiessen und noch mal begiessen und noch mal und nochmal. Dann kommt kaltes Wasser über den Putenbusen damit die Haut schön kross wird. Pute aus dem Bräter und auf dem Bratenrost im Ofen warmstellen. Aus dem Fleischsaft eine Sauce bereiten – fertig. Und dann die spannende Frage, ob das Fleisch denn gar ist und nicht zu trocken. Wie hier zu sehen ist, hat es geschmeckt:


Dazu gab es Kartoffeln und Rotkohl und natürlich Wein. Als Nachtisch wurde Mousse au Chocolat serviert. Und im Hintergrund dudelte immer noch Weihnachtsmusik.

Bei Weihnachtsmusik sassen wir noch eine Weile besammen bis es Zeit für unsere Mütter war, nach Hause bzw. zum Bahnhof gebracht zu werden, eine Aufgabe, die Bernd übernahm. Als sich die Tür hinter ihnen schloss, suchte ich erst mal eine CD meines Geschmacks – ich konnte nämlich keine Weihnachtsmusik mehr hören! Tina Turner erleichterte mir die Aufräumungsarbeiten.

Zwei Tage hintereinander mit Müttern kann schon etwas anstrengend sein. Doch war schön – und unsere Mütter haben es sichtlich genossen.

Ein paar wenige Fotos gibt es im Elbe-Penthouse zu sehen. Dort ist auch der Weihnachtsbaum zu bewundern.

Vergesslich

Wir haben alles – so dachte ich. Aber 3 Sachen habe ich dann doch vergessen auf dem Heimweg vom Büro mitzubringen:
Lauch für den Salat zum Fondue
Pilze für das Fondue
Wasser für nach dem Fondue

Mist – jetzt muss ich morgen Abend doch noch mal beim Supermarkt einen Zwischenstop einlegen

Der Weihnachtskick


Ich weiss es Wochen, ja Monate im Voraus, dass am 24. Dezember Weihnachten ist. Und ich mach mir rechtzeitig Gedanken über Geschenke. Im Spätsommer wird man ganz langsam auf Weihnachten vorbereitet wenn in den Supermärkten die ersten Lebkuchen und anderes Weihnachtsgebäck auftauchen während wir noch hemdlos auf der Terrasse in der Sonne sitzen. Am ersten November Wochenende wird es ganz plöztlich früher Dunkel weil die Uhr von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird. Nun ist es nicht mehr lange hin bis Weihnachten.

Bald sieht man erste Weihnachtsdekos in der Stadt. Der 1. Advent ist nicht mehr fern. Die Wohnung wird für Weihnachten hergerichet. Aber was mir fehlt ist der Weihnachtskick.

2. Advent, Stollen backen, Glöggabend mit den Nachbarn, 3. Advent, Familienweihnachtsfeier, 4. Advent – vom Weihnachtsfeeling keine Spur. Ach ja, der 24.12. ist ja auch jetzt bald – Weihnachten. Geschenke, ja, abgehakt. Weihnachtsbaum kaufen, abgehakt. Weihnachtsgefühle? Was ist das denn? All das passiert um mich herum aber es geht mich überhaupt nichts an. Es ist, als schau ich dem allen und mir selbst dabei zu.

Das Fleisch für das Fondue liegt schon eingefroren im Tiefkühlschrank. Aber ein Weihnachtsgefühl – nee, noch nicht da. Morgen wollen wir Lebensmittel einkaufen, jedenfalls das, was man schon kaufen kann. Eine Einkaufsliste ist seit gestern fertiggestellt. Immer noch kein Weihnachtsfeeling.

Und dann plötzlich, als wenn ein Schalter umgelegt wird, ist es da, das Weihnachtsgefühl. Der Schalter wurde heute umgelegt. Wodurch oder durch wen? Keine Ahnung. Vielleicht lag es daran, dass sich die ersten Kollegen in den Weihnachtsurlaub verabschiedet haben. Oder lag es an dem schönen Wetter heute? Keine Ahnung, und es ist mir auch egal, aber heute kam er – der Weihnachtskick.

Verfolgungswahn

Merkwürdig ist es schon, wenn man in der Statistik sieht, dass jemand nach mir mit meinem vollem Namen bei Google gesucht hat, wenn ein Klick von einer „whois“-Seite kommt, auf der bei der Eingabe der Queergedacht-Domain zu sehen ist, dass sie mir gehört und wenn ich dann eine Mail von meinem Host bekomme, dass man festgestellt hat, dass sich meine Anschrift geändert hat und ich soll doch bitte meine neue Anschrift mitteilen.

Die Finanzkrise

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 215,28 Euro übrig.

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in Veltins Bier investiert hat, konnte:

– 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen

– war ständig heiter

– hatte viel Spaß

– hat den Regenwald gerettet

– und hat heute noch….

(Achtung, jetzt kommt’s)…

Leergut im Wert 223,20 Euro !!!!!!!!!

Na dann Prost!

Nachtrag:
Ich verwahre mich ausdrücklich gegen den Vorwurf (siehe Kommentar 11), ich hätte diesen Beitrag aus einem anderen Blog abgekupfert. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen Kommentar mit der Nummer 12.