Archiv für den Monat: September 2008

vorher/nachher

Kürzlich hatte ich ja hier über die anstehende Sanierung einer Wohnung in unserem Familienhaus in Lübeck berichtet. Familienhaus nenne ich es übrigens deshalb, weil meine Grosseltern väterlicherseits das Haus ihren 3 Kindern vererbt haben. Die wiederum haben es ihren Kindern vermacht bzw. eine kinderlose Tochter ihrem Grossneffen.


Mein Grossvater war selbständiger Tapezier- und Polstermeister und betrieb in dem Haus ein kleines Ladengeschäft und seine Werkstatt. Neudeutsch würde man heute Raumaustatter dazu sagen. Ich wusste, dass aus der Zeit eine Werbepostkarte für das Geschäft existiert und bat meine Mutter, diese herauszusuchen. Das obige Bild zeigt einen Ausschnitt aus dieser Karte.

In den 30er Jahren des letzten Jahrunderts wurde meinen Grosseltern auferlegt, im Zuge einer Strassenverbreiterung ihr Haus grundlegend umzubauen. Vom Grundstück musste was abgegeben werden, dafür durfte das Haus aufgestockt werden. Leider verlor das Haus damals sein ursprüngliches Aussehen wie das folgende Foto zeigt. Das Türmchen auf dem Erker musste ebenso dran glauben wie viele andere Verzierungen an der Fassade. Mein Grossvater war mit seinem Geschäft zwischenzeitlich in ein nebenan ankgekauftes Haus umgezogen.


Aus heutiger Sicht ist der damals seitens der Stadt Lübeck zwingend vorgeschriebende Umbau wohl ein Glücksfall. Denn die Erhaltung der Fassade würde sicher sehr viel Geld verschlingen.

Die Sanierung der Wohnung kostet übrigens über 40.000 Euro. So wie es aussieht, kann der Stuck sichtbar erhalten werden.

Auszeichnung


Mein Blog hat einen Award bekommen. Lässt sich das Wort auch eigentlich in der Deutschen Sprache ausdrücken? Ich glaube Auszeichnung, wie schon in der Titelzeile erwähnt, ist wohl die naheliegendste Bezeichnung (hier liest doch eine ehemalige Englischlehrerin mit)?

Die Verleihung erfolgt mit diversen Auflagen, u.a. soll ich weitere Blogs benennen, die die Auszeichnung verdient haben. Ich lese aber so ganz viele Blogs, die ich alle gut finde, sonst würde ich sie ja nicht lesen. Und diese vielen Blogs mit dem Award auszuzeichnen, würde eine Awardflut auslösen. Ich hoffe, dass die Acadamy of Blog Awards mir verzeiht. Eine weitere Auflage ist es, den Verleiher bzw. die Verleiherin zu erwähnen. Ich bin mir allerdings nicht so ganz sicher, ob sie möchte, dass ich einen Link einbaue. Aber ich bedanke mich ganz herzlich für die kleine Auszeichnung.

Finanzkrise

Ich möchte ein mal aufzeigen, welche Auswirkungen die Finanzkrise haben kann:
Ein Reeder, dessen Schiff wir in unserer Obhut haben, wollte sein Schiff verkaufen. Er hatte ernsthafte Interessenten aus Italien. Man traf sich zu ersten Verhandlungen. Dann brach das Chaos über den Finanzmarkt herein. Bevor das Schiff seitens der interessierten Käufer besichtigt werden konnte, machten diese einen Rückzieher weil ihre Bank den Kauf nicht mehr finanzieren würde.

Nun, die Sache ist insofern gut für uns, da wir für unsere Arbeit von dem Reeder Geld bekommen. Würde das Schiff verkauft werden, würde eine Einnahmequelle wegfallen.

Tabuzone

Ich hätte nie gedacht, dass das Schlafzimmer immer noch so eine Art Tabuzone für fremde Blicke ist. Bei uns zu Hause ist es so, dass immer alle Türen offen stehen. Wenn man die Wohnung betritt und in den Wohnraum geht, kann man einen Blick in das Schlafzimmer erhaschen. Wer zur Toilette muss, geht automatisch auf die offene Schlafzimmertür zu bevor er das WC erreicht. Was ist dabei? Nichts. Unser Schlafzimmer kann jeder sehen. Da gibt es nichts, was es zu verstecken gilt. Und wer sich darin umsehen will ist eingeladen, das zu tun.

An der Wand gegenüber dem Bett hängt ein Aktfoto zweier Männer, die im Sand liegen. Auf den Tischen neben dem Bett liegen Kalender mit Aktfots von Männern. Das Bild und die Kalender wird auch der Monteur gesehen haben, der die Insektenschutzgitter installiert hat. Uns stört das nicht.

Ich hatte doch nur um ein Bett gebeten, nicht um das ganze Schlafzimmer. Ein Bett ist doch nur ein Möbel. Solange dort niemand drin liegt ist es eben nur ein ganz normales Möbel, dessen Hauptzweck es ist, darin zu schlafen. Gut, darin geschehen auch noch andere Dinge. Die muss man ja nicht zeigen, obwohl ein Jeder weiss, was noch so in den Betten getrieben wird. Aber es soll auch Leute geben, die es auf dem Küchentisch treiben. Ist deshalb der Küchentisch auch tabu?

Ich bin wirklich erstaunt, dass ein Bett, ein ganz normales Bett, ein Möbelstück, so etwas intimes ist, dass man es nicht zeigen mag. Das hätte ich wirklich nicht gedacht.

100.000 Dollar

Brad Pitt hat einer Institution, die sich in Amerika für die Homo-Ehe einsetzt, 100.000 Dollar gespendet. Wahrscheinlich werden in Kürze Aufrufe von erzkonservativen Amerikanern zu hören sein, seine Filme zu boykottieren.

Nachzulesen bei n-tv.de.

Erwischt

Nach einem langen Arbeitstag möchte man möglichst schnell nach Hause, besonders wenn man ein schönes Zuhause hat, in dem man auch noch sehnsüchtig erwartet wird.
Deshalb gebe ich offen und ehrlich zu, dass ich meistens, und wenn die Situation es gestattet, schneller auf der Strasse unterwegs bin, als in den einzelnen Strassenabschnitten erlaubt.

Wohlwissend, dass ich zu schnell fahre, was eh meistens der Fall ist, versuche ich vorrausschauend darauf zu achten, ob am Strassenrand Fahrzeuge abgestellt sind, in denen eine Geschwindigkeitsmessung stattfinden könnte.

Heute Abend entdeckte ich so ein Fahrzeug. Gerade wollte ich die Bremse betätigen, um von 70 km/h auf die erlaubten 50 km/h zu kommen, bemerkte ich an dem Wagen einen Typen, der auf der rechten Seite an dem Wagen rumwurschtelte. Also fuhr ich mit unverminderter Geschwindigkeit weiter, allerdings doch irgendwie mit einem unguten Gefühl.

Hätte ich man auf mein Gefühl gehört und gebremst. Ein roter Blitz aus dem besagten Fahrzeug sorgte nämlich dafür, dass von unserem Wagen und mir ein nettes Foto geschossen wurde. Nun ja, da muss ich nun durch.

Eins ist jedenfalls klar: Mit meinem Gefühl stimmt noch alles (in Anlehnung an Loriot und sein Frühstücksei).

Superyacht

Luxus pur kann sich der Sultan von Oman leisten. Er liess sich in Deutschland eine Yacht bauen. Sie heisst „Al Said“ und ist 155 m lang. Es ist die bislang grösste jemals in Deutschland gebaute Luxusyacht. Die Yacht soll mit einem Konzertsaal ausgestattet sein, der einem 50-köpfigen Orchester platz bietet.

Ein Schiff dieser Grösse kann man eigentlich kaum noch als Yacht bezeichnen, eher schon als kleines Passagierschiff, das ca. 50 m länger ist als unsere grössten Frachter, die immerhin 6.500 t Ladung wegschleppen können.

Spätsommerwetter


Heute war schönes Sommerwetter in Hamburg. Was lag näher, als in der Mittagspause eine Runde um die Binnenalster zu gehen. Windrichtung und Sonnenstand waren günstig, und so zeigte sich die Alster im schwulen Outfit, nämlich mit dem Regenbogen an der Alsterfontäne.

Hier noch ein paar weitere Impressionen aus der grossen Stadt an einem schönen Spätsommertag: