Archiv für den Monat: März 2006

Freude und Leid

Was soll ich dazu sagen?: Schenken einem die eigenen Eltern zum Geburtstag ein Blutdruckmessgerät! Unglaublich.

Es war aber ein schöner Tag, leider ein wenig überschattet durch einen Todesfall in der Familie. Das war zwar abzusehen, kam dann aber doch recht unverhofft. Vernünftiger Weise muss man sagen: Das ist gut so. Trotzdem ist es immer traurig wenn Jemand von uns geht.

Mir ist wieder mal bewusst geworden, wie stark meine fast 82-jährige Mutter ist, die heute ihren Bruder verloren hat. Sie hatte sich nichs anmerken lassen und es ganz beiläufig erzählt.

In den letzten Wochen hat sie sich ganz rührend um meinen Onkel gekümmert. 2 – 3 Mal wöchentlich ist sie ins Pflegeheim gefahren und hat ihn besucht und dort ein wenig betüdelt. Ich bewundere sie!

Ich suche eine Neue


Die Alte funktioniert zwar noch – die Rede ist von meiner Digicam – aber manchmal ist das Ergebnis der Bilder nicht ganz zufriedenstellend. Nun bin auch auf der Suche nach einer neuen Kamera. Aber das ist nicht so einfach. Es gibt ja wohl Hunderte davon. Alte Modelle, Nachfolgemodelle, welche, die angekündigt, aber noch gar nicht auf dem Markt sind und alles unterteilt in highend, stylish, compact und was weiss ich noch alles. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, umso verwirrender ist es.

Ich habe mich bereits online in verschiedenen Tests und Foren informiert. Da liest man z.B. von zwei privaten Meinungen, die ein Modell auf das Höchste loben. Die dritte Meinung ist dann ein totaler Veriss. Manchmal liest man auch von einem schlechten Service des Herstellers im Garantiefall, andere „Tester“ hatten überhaupt kein Problem mit dem Gerät.

Was soll ich glauben, was soll ich machen? Wahrscheinlich ist die Auswahl einer Kamera bei Vielen eher eine Frage des persönlichen Geschmacks als von technischen Einzelheiten.

Für mich ist es wichtig, dass die Kamera einfach zu bedienen ist und ich nicht erst Holger anrufen muss (wie geschehen, als wir beide das gleiche Modell besassen). Und natürlich soll sie Bilder von guter Qualität machen.

Ich bin auf mich selbst gespannt, bei welchem Modell die Suche enden wird.

Sommerzeit

Es ist zwar noch winterlich, obwohl wir schon Frühling haben. Aber in der kommenden Nacht werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt. Endlich. Denn jetzt kann ich eine Stunde länger schlafen. Wieso das, obwohl wir die Uhren vorstellen? Ganz einfach: Wenn ich während der Winterzeit morgens um vier nicht mehr schlafen kann ist es während der Sommerzeit schon fünf. Oder? Ich glaube ja.

Gibt es eigentlich einen Namen für den Zustand des frühen Aufwachens? Vielleicht senile Bettflucht?

Übrigens hat meine Kollegin eine ganz geniale Eselsbrücke für die, die immer nicht wissen, ob die Uhren nun vor- oder zurückgestellt werden:
Zum Sommer holt man die Gartenmöbel vor, also werden die Uhren vorgestellt. Im Winter stellt man die Gartenmöbel zurück, die Uhren also ebenfalls. Ist doch ganz einfach.

Ein schöner Tag

Endlich ein Tag, an dem die Luft recht mild war, ich konnte sie fast zwischen den Fingern fühlen, ein Hauch von Frühling.

Ein Tag, der problemlos war, was in der Schifffahrt nicht immer die Regel ist.

Ein Tag vor einer Woche Urlaub, und das ist das schönste an diesem Tag!

Zum Frühlingsanfang

Wenn der holde Frühling lenzt
Und man sich mit Veilchen kränzt,
Wenn man sich mit festem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut,
Kreisen durch des Menschen Säfte
Neue ungeahnte Kräfte –
Jegliche Verstopfung weicht,
Alle Herzen werden leicht,
Und das meine fragt sich still:
„Ob mich dies‘ Jahr einer will?“

Also mein Herz fragt sich nicht mehr, aber ich fand das kleine Gedicht ganz nett und wollte es deshalb meinen geneigten Lesern nicht vorenthalten.

sportlich sportlich

Nach Jahren der Faulheit und Trägheit haben wir uns gestern zwei Stunden sportlich betätigt: Wir waren mit Freunden in Lübeck bowlen.

Es ist schon Jahrzehnte her, dass ich das mal gemacht habe. Und eigentlich habe ich es in recht unguter persönlicher Erinnerung weil ich immer Letzter geworden bin. Die Bowlingkugel landete mehr in der Rinne als dass sie auf der Bahn blieb. Zwei Würfe mit null Punkten waren keine Seltenheit. Deshalb fuhr ich mit gemischten Gefühlen nach Lübeck. Aber heute habe ich kein Problem mehr damit, mich der Lächerlichkeit preiszugeben, wenn es denn wieder so käme.

Der erste Durchgang war dann für mich auch gestern wieder disaströs und brachte das stolze Ergebnis von 35 Punkten, von denen ich meisten Treffer bei den letzten beiden Würfen erzielte. Nina hatte mir dann nämlich erzählt, dass eine Freundin oder Tante, jedenfalls eine weibliche Person aus ihrem Bekanntenkreis, die Kugel andersherum wirft. Nein, nicht nach hinten, sondern die Hand wird so gehalten, dass der Daumen beim Wurf hinten ist und die beiden anderen Finger vorne in den Löchern stecken. Alles verstanden?

Von nun an rollte die Kugel und die Pins fielen. Unglaublich. Am Ende des zweiten Durchgangs war ich mit stolzen 109 Punkten dritter von sieben Teilnehmern. Ich schaffte es manchmal sogar, alle zehn Pins zur Strecke zu bringen. Wahrscheinlich hatte ich die Kugel aufgrund der ungewöhnlichen Handhabung besser unter Kontrolle.

Leider mussten wir nach 90 Minuten die Partie beenden. So konnte ich meine Leistung nicht mehr steigern. Karin hatte in einem italienischen Restaurant einen Tisch bestellt. Sie hatte uns bereits früher davon vorgeschwärmt. Doch das, was uns serviert wurde, übertraf unsere Erwartungen: Riesige Portionen, die dazu auch noch sehr schmackhaft waren – und preiswert dazu. Mit Mühe bekam ich meinen Teller leer. Selbst ein Nachtisch passte nicht mehr. Wer mich kennt weiss, wie gern ich süsse Nachspeisen verzehre. Die abgebowlten Kalorien waren mehr als ersetzt. Und ich hatte mal wieder eine schlaflose Nacht wegen Völlegefühl.

Aus „Air“ wird „Ice“

Erst im vergangenen Jahr wurde die auf der Bremer Lürssenwerft erbaute Megayacht „Air“ an ihren Auftraggeber abgliefert. Wer der Käufer war? Wie so oft ist das nicht bekannt. Bekannt wurde jetzt aber der Verkauf der Yacht an den russischen Milliardär Suleiman Kerimov, dessen Vermögen auf ca. 8 Milliarden Dollar geschätzt wird!!! Er hat der Yacht den Namen „Ice“ gegeben.

Ein paar Angaben zum Schiff: 90 m lang, 15 m breit – und damit ebenso gross wie einige unserer Frachtschiffe.

Ich bin nicht neidisch auf das Vermögen des Herrn Kerimov. Wahrscheinlich kann er sich nur mit Bodyguards in der Öffentlichkeit sehen lassen. Aber ich bin immer wieder erstaunt darüber, welches Vermögen sich in Russland anhäufen lässt.

Sie schmecken schon wieder

Weihnachten mochte ich sie nicht mehr, und damit war ich nicht allein. Jetzt ist März und jetzt schmecken sie wieder: Gewürzspekulatius! In den Tiefen unserer Büroschränke wurden zwei Pakete aufbewahrt weil sie Ende des Jahres niemand mehr essen mochte. Aber jetzt, jetzt greifen alle zu, die am Teller vorbeikommen. Schwupps, wieder einer weniger! Kaum zu fassen. Vielleicht liegt es auch am winterlichen Wetter.

Apropo Winter: Heute wurde wieder die Alsterfontäne gestartet. Hoffentlich wird das kein Eiszapfen. Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich jetzt in Hamburg. Ich habe während der Zeit noch nie gesehen, dass die Alsterfontäne von einer Eisfläche umgeben ist. Sehr ungewöhnlich.

Das Gummibärchen-Orakel


Es ist erstaunlich, wo man überall was über seine Persönlichkeit erfahren kann, wie z.B. beim Gummibärchen-Orakel. Hier mein Ergebnis (und ich habe nicht geschummelt!):

VIELSEITIGKEIT, TALENT, GLÜCK

Na? Haben Sie auch nicht geschummelt? Sie haben die unwahrscheinlichste Kombination gezogen: exakt ein Bärchen von jeder Farbe. Entweder also Sie sind ein Schlitzohr – oder ein Genie. Sie entscheiden sich für Genie? Na, gut, dann müssen wir Sie ein bisschen bremsen. Sie haben die Anlagen dazu. Voll entwickelt haben Sie die noch nicht. Aber Ihre Talente und Begabungen ergänzen sich auf wunderbare Weise. Sie verfügen über einen klaren Geist und gute Intuition (weiss), dazu über Festigkeit und gesundes Selbstvertrauen (grün). Sie sind kontaktbegabt und schöpferisch (orange), dazu zielstrebig und geschäftstüchtig (gelb). Schliesslich haben Sie auch noch die Liebe und die Energie, all das zu Ihrem und zu anderer Nutzen anzuwenden (rot). Erstaunt Sie das ein bisschen? Also, uns erstaunt es. Und uns ärgert an dieser Kombination auch etwas: dass wir Ihnen daraus gar nichts Boshaftes lesen können. Wir würden Ihnen gern ein bisschen am Zeug flicken. Aber Sie haben nun mal diese seltene Verbindung von Talenten, und Sie fangen jetzt an, die zum Blühen zu bringen, um alsbald die Früchte zu ernten – und hoffentlich zu verteilen. Im Grunde können wir uns nur hochachtungsvoll verbeugen und Beifall klatschen. Und ehrlicherweise müssen wir auch noch gestehen, dass Albert Einstein ebenfalls diese Kombination gezogen hat. In seiner Villa in Princeton werden in einer Vitrine seine persönlichen Glücksbringer gezeigt, darunter – schon etwas eingetrocknet – die gleichen fünf Gummibärchen, die Sie jetzt gezogen haben. Aber Ihre Bärchen brauchen Sie nicht auszustellen, die dürfen Sie auch essen. Die Botschaft geht damit nicht verloren. Und die lautet: Sie sind ungewöhnlich vielseitig und harmonisch begabt, und wenn Sie diese Begabungen anwenden, werden Sie ein lebender Glücksfall. Wenn Sie nicht doch geschummelt haben.