Archiv für den Monat: Januar 2006

Für 8 Oscars nominiert!


Brokeback Mountain – das schwule Cowboydrama – ist für acht(!) Oscars nominiert worden, darunter auch für den besten Film. Und das in den konservativen und sexuell verlogenen Vereinigen Staaten von Amerika! Es bleibt abzuwarten, ob die Jury der Acadamy Of Motion Picture Arts And Scienes, die für die Verleihung der Acadamy Awards zuständig ist, den Mumm hat, diesen Film auf den Thron zu heben. Zu wünschen wäre es, nicht nur weil es um diesen Film geht, sondern um damit einer breiten Amerikanischen Öffentlichkeit zu zeigen, dass es normal ist, schwul zu sein.

Ich höre schon das Geschrei von Eltern, Kirchenvertretern und anderen selbsternannten Wächtern der Moral, wenn der Film auch nur einen Oscar erhält.

Service

Lob erhält man nicht alle Tage, umsomehr freute es mich, heute eines von einer Firma erhalten zu haben, mit der wir ab und zu Geschäfte machen:

„many thanks for keeping us so well informed of vessel’s position, not too many onwers do this“

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, Vertragsparter täglich über die Postionen der Schiffe auf dem Laufenden zu halten. So ist es ihnen möglich, Umschlag, Lagerhaltung und Weitertransport rechtzeitig zu planen bzw. gegebenenfalls rechtzeitig zu ändern, falls ein Schiff durch Einfluss von schlechtem Wetter verzögert wird. Andere Reeder sind da wohl anderer Meinung. Für uns gehört das aber zum Service und es macht es uns vielleicht etwas leichter, mit der Firma öfter Geschäfte zu machen.

Ein Amerikaner in Düsseldorf


Seit ein paar Wochen lese ich in einem – für mich spannenden – Tagebuch eines jungen Amerikaners, James, der die Zelte in seiner Heimat San Francisco abbricht um zu seinem Deutschen Freund nach Düsseldorf zu ziehen. In seinem Weblog berichtet James über die Vorbereitungen für den Umzug und den Abschied von der Heimat.

Seit Ende Dezember wohnt James jetzt in Düsseldorf. Er schreibt jetzt über seine Erfahrungen mit der Deutschen Grammatik und über neue ungwohnte Eindrücke. So war es James z.B. völlig neu, dass man Kinokarten online vorbestellen kann. Ausserdem erstaunt ihn die Tatsache, dass es in Deutschland in Parkhäusern Parkplätze extra für Frauen gibt.

Ich bin überzeugt, dass wir von James noch weitere interessante Details über Deutschland erfahren, die für uns mittlerweile selbstverständlich geworden sind.

Eis auf der Elbe


Nach der heutigen Inaugenscheinnahme unserer zukünftigen Heimat liessen wir es uns nicht nehmen, an die vereiste Elbe zu gehen. Der Fluss liegt nur einen Katzensprung vom Baugebiet entfernt und nach wenigen Minuten standen wir staunend am Ufer.

Bereits kurz bevor wir das Ufer erreichten, hörten wir ein leise schabendes Geräusch. Es war das Eis, das in einer schmalen Rinne flussabwärts geschwemmt wurde und durch das aneinanderreiben der Eisstücke das Geräusch verursachte. Die Elbe war in der ganzen Breite mit stehendem Eis bedeckt, nur in dieser schmalen Rinne bewegte sich das Eis, und das relativ schnell.

Auf dem Rückweg zum Wagen bemerkten wir unter einer Brücke, die über einen Seitenarm der Elbe führt, Enten, Blesshühner und Möwen, die auf dem zugefrorenen Wasser Standen. Wahrscheinlich warteten sie auf eine Mahlzeit, die von barmherzigen Spaziergängern gespendet wird.

Während unseres kleinen Spaziergangs konnten wir feststellen, dass der Geesthachter an sich eine freundliche Spezies zu sein scheint, wurden wir doch diverse Male höflich gegrüsst. Selbst ein junger Retriever kam freudig auf uns zugelaufen. Leider wurde er von seinen dickvermummten Besitzern zurückgerufen, bevor er uns beschnuppern konnte.

Nach unserem heutigen Ausflug nach Geesthacht ist die Vorfreude auf unser neues Domizil noch mal erheblich gestiegen.

Wohl doch kein Fake

Michael Jackson weilt zu einem Privatbesuch in Hamburg!

Donnerstag Morgen tauchten die ersten Gerüchte auf, dass er zusammen mit seinen Kindern in einem Flieger von Frankfurt nach Hamburg gesehen worden sei. Dann verlor sich seine Spur. Und es war nicht sicher, ob es wirklich Michael Jackson war oder vielleicht „nur“ Hape Kerkeling.

Inzwischen ist es wohl so gut wie sicher, dass es tatsächlich Michael Jackson ist, der Freunde im Stadtteil Niendorf besucht.

Es war wohl geplant, heute einen Ausflug zu machen, das schöne Winterwetter war ja auch recht einladend. Aufgrund der Belagerung des Grundstücks durch Medienvertreter, Fans und neugierige Gaffer ist dieses Vorhaben wieder fallen gelassen worden. Jeder mag ja seine eigene Meinung zu Michael Jackson haben – ich persönlich finde ihn einfach nur krank – aber in dieser Situation tut er mir wirklich leid weil es ihm nicht möglich ist, unbemerkt von der Öffentlichkeit und von den Medien irgendwo im schönen winterlichen Hamburg einen ungestörten Aufenthalt zu verbringen.

Typisch Bild!

Passend zu meinem gestrigen Blogeintrag die heutige Titelzeile der Bildzeitung: „Klima-Knall“. Ich habe mir die Zeitung nicht gekauft (ich habe dieses Blatt noch nie gekauft), aber bei meinem Zeitschriftenhändler liegt halt auch die Bildzeitung aus. Ich wollte natürlich wissen, ob der „Klima-Knall“ was mit der aktuellen Winterwetterlage zu tun haben soll. Deshalb hab ich mich bei der Bildzeitung online informiert.

Eigentlich geht es in dem Artikel darum, dass die NASA festgestellt haben will, dass der Sommer des Jahres 2005 der wärmste Sommer seit beginn der Wetteraufzeichnungen war, was natürlich nichts mit dem aktuellen Wetter zu tun hat. Die Bildzeitung hat natürlich den „Klima-Knall“ mit dem derzeitig herrschenden Winterwetterverknüpft, was totaler Blödsinn ist.

Erwähnen möchte ich noch, dass die MOPO heute auch über die NASA-Forschung berichtet hat, allerdings auf der vorletzten(!) Seite und beinahe nebensächlich. Und dort wird auch nicht geschrieben, dass der ach so schlimme Winter mit dem letztjährigen warmen Sommer zu tun hat.

Winter

Es ist Winter, kein Weg führt daran vorbei. Wir alle merken und sehen es. Ist das nun ungewöhnlich? Für viele Menschen anscheinend ja. In vielen Blogs kann man darüber lesen, in den Tageszeitungen und Nachrichtensendungen ist es ein Thema. Der Regionalsender N3 findet diesen Winter würdig, darüber einen Sonderbericht zu senden.

Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Es ist Ende Januar und es ist Winter! Natürlich ist es für viele unangenehm. Aber wir sind viele Winter verwöhnt worden. Ich erinnere mich vieler richtiger Winter, schlimmer noch als dieser es bis jetzt ist: Eisige Kälte über Wochen, sodass sogar die Ostsee in der Lübecker Bucht zugefroren war. Viel Schnee, der nicht schon nach drei Tagen wieder verschwunden war. Schneekatastrophen mit von der Aussenwelt abgeschnittenen Ortschaften – ja, das alles gab es tatsächlich.

Und jetzt gab es ein paar Nächte mit Temperaturen von etwa minus 12 Grad – und schon steht die Welt kopf. Und dabei ist nur Winter.

Ich will nicht verhehlen, dass ich auch lieber wärmere Temperaturen hätte. Aber was solls‘ – ich sag es noch mal: Es ist Winter!

So schmecke ich

ch schwöre, dass ich alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen und spontan beantwortet habe. Hier ist das Ergebnis, das insofern ganz erstaunlich ist, weil ich dunkle Schokolade liebe:

Hm, dunkle Schokolade! Sie schmecken reichhaltig und so richtig nach Luxus, mit Ihnen lässt man es sich gut gehen (schon beim Gedanken an Sie merken wir, wie unsere Hüften in die Breite gehen…!) Mit Ihrer unglaublich weichen und geschmeidigen Konsistenz ist es fast unmöglich, Ihnen zu widerstehen. Und tatsächlich, wer Ihnen erlegen ist, der kommt ein Leben lang nicht mehr davon los. Das Fleisch ist eben manchmal schwach…Aber es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie so unwiderstehlich sind! Sie genießen es, angebetet zu werden. Sollen Ihre Liebhaber Sie doch in Gold verpacken und auf einen Altar heben! Und das ist nicht übertrieben, so kostbar und berauschend, wie Sie schmecken!

Nichts los

Wahrscheinlich wird dieses Blog bei Holger in Kürze auch unter der Rubrik „manchmal gelesen“ gelistet. Hier passiert nämlich zurzeit absolut gar nichts, was berichtenswert ist. Und mangels Kreativität fällt mir auch absolut nichts ein, worüber ich schreiben könnte.

Unsere Gedanken beschäftigen sich natürlich sehr intensiv mit mit unser neuen Wohnung. Aber auch diese Thema ist noch nicht so weit, dass ich im Elbe-Penthouse über konkrete Ergebnisse berichten könnte.

Manchmal geschieht es, dass sich die Ereignisse überschlagen und plötzlich gibt es dann genügend Stoff, um das Blog zu füllen. Bis es so weit ist, scheint Queerbeet ein Wochenendblog zu sein.

82 Jahre

Vater hat heute seinen 82. Geburtstag nachgefeiert. Ach, was war das wieder nett, wenn auch leider nicht alle Familienmitglieder dabeisein konnten. Meine Mutter erwähnte kurz, dass meine Eltern im nächsten Jahr ihren 60. Hochzeitstag haben. Aber sie plant noch nichts, es ist ja noch mehr als ein Jahr hin und man weiss ja nie usw. usw. Also wenn die beiden sich so gut halten, dann hab ich keine Sorgen, dass sie dass nicht schaffen würden. Aber Mutter hat recht wenn sie sagt: Warten wir erst mal ab.