Archiv für den Monat: Februar 2005

Schneetreiben


Nein nein, das muss jetzt nicht mehr sein. Und ich befürchte, dass morgen früh um 3 Uhr die Nacht zu Ende sein wird, wenn das so weitergeht. Dann werden sinnlos – weil Sonntag – die Gehwege vom Schnee geräumt. Wer geht schon morgens um 3 spazieren, selbst mitten in der Woche? Ruhestörender Lärm ist das, wenn ein privat beauftragter Reinigungsdienst mit einem Motorbesen den Schnee beseitigt. Und deshalb möchte ich, dass es in diesem Winter keinen Schnee mehr gibt.

Kraftpaket

Nachdem Ende des Jahres unsere elektrische Zahnbürste ihren Dienst versagte, war es am vergangenen Wochenende unserer Bartschneider. Um stets gepflegt auszusehen, musste schnellstens Ersatz her. Eine Bestellung im Internet kam deshalb nicht in Frage. Ich opferte also eine Mittagspause und cruiste durch die Kleinelektroabteilungen der Kaufhäuser in der Hamburger City. Preislich gab es keine grossen Unterschiede. Ich enschied mich für ein Gerät von Braun, den „Exact Power HP 80“ (der alte Rasierer war auch von Braun).

Das neue Gerät hat in der Tat viel mehr Power als der alte. Die Bartstoppeln fliegen nur so durch die Gegend, was zur Folge hat, dass die Dinger nach der Rasur im ganzen Waschbeckenbereich herumliegen und eine äusserst umfangreiche Reinigung notwendig ist. Die Zeitersparnis beim Bartschneiden ist also dahin, insofern also nicht ganz so praktisch. Das Ergebnis im Gesicht kann sich aber durchaus sehen lassen.

Winterzeit – Grünkohlzeit

Für mich endet der Winter mit dem 28. Februar. Ich hoffe, dass das auch für den Wettergott gilt und ab Dienstag die Temepraturen langsam aber stetig ansteigen und es keinen Schnee mehr gibt. Bis dahin müssen wir noch unseren Grünkohlvorrat vernichten. Deshalb gibt es morgen noch Mal den leckeren Grünkohlauflauf. Die Zwiebeln, die zusammen mit den Kohl angeschmort werden, hab ich nach einer Anleitung im Tagesblog geschnitten. Mir war zwar bekannt, dass es so einen Trick gibt, die Zwiebel einfach in Würfel zu zerteilen, doch wie es funktioniert wusste ich bisher nicht.

Da wir zurzeit keinen Tisch haben (die Tischplatten werden einer Schönheitskur unterzogen), ist dieser Auflauf auch ohne grossen Aufwand zu essen, z.B. ganz nebenbei am Rechner. Ich weiss, dass das keine Esskultur ist. Und das machen wir sonst auch nicht. Die Tischplatten werden Montag Abend geliefert. Am nächsten Wochenende gibt es dann wieder ein gemütliches Essen am Tisch, nett gedeckt mit allem, was dazugehört.

Altersstarrsinn?

Endlich wird Prinz Charles ein glücklicher Mann weil er seine langjährige Mätresse heiraten darf, da stellt sich seine Ma schon wieder gegen ihn und wird nicht zur standesamtlichen Trauung erscheinen. Und Charles Geschwister kuschen und gehen auch nicht hin. Wie kann eine Mutter nur so sein? Sie muss ein sehr kaltes Herz haben. Mein Verdacht erhärtet sich, dass Lisbeth die gescheiterten Ehen ihrer Schwester und Kinder auf dem Gewissen hat. Mit der Frau kann man ja wohl nicht auskommen.

Je älter diese Frau wird, um so schlimmer führt sie sich auf. Entweder hat sie im Lauf der Jahre nichts dazugelernt, ist ihr nicht bewusst geworden, dass sich die Welt verändert hat, die Ansichten der Menschen liberaler geworden sind – oder sie leidet tatsächlich an Altersstarrsinn. Sie sollte abdanken und sich hinter dicken Palastmauern verkriechen.

Es gibt ja Gerüchte, dass ihre Ehe mit Prinz Philip auch nicht die glücklichste ist. Wahrscheinlich hat sie ihn nur zur Zeugung der Thronfolger gebraucht und ihn danach in ein stilles Kämmerlein im grossen Buckingham-Palast gesperrt, aus dem er nur zu offiziellen Anlässen herausgeholt wird wie eine Marionette zur Puppentheateraufführung.

Bauernregel

Die Donnerstagsfrau erzählte mir heute morgen folgende Bauernregel:
Februar Schnee und Eis – Sommer schön und heiss.

Da wir hier in der City von Hamburg kaum Schnee haben und sich auch kein Eis auf der Alster befindet, werden wir hier im Sommer wohl ein Wetterloch haben. Während rund um Hamburg herum die Menschen in der Hitze stöhnen und den Schatten suchen werden, wird es in der City in Strömen regnen und kalt sein – so wie im letzten Jahr auch.

Das darf doch nicht wahr sein!

Wie bei Spiegel-online zu lesen ist, gibt es im EU-Recht eine Lücke, die erhebliche Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt hat: Deutsche Firmen können Osteuropäische Firmen beauftragen, z.B aus Polen, die Arbeit mit ihren Leuten hier in Deutschland ausführen zu lassen. Und das tollste an der Sache ist, dass die Sozialabgaben in Polen bezahlt werden!!!

Es handelt sich hier also nicht um einen Abbau von Arbeitsplätzen, denn die bleiben ja hier in Deutschland am Standort des Werkes bestehen. Nein, es werden einfach die Arbeiter ausgetauscht. Die Deutschen stehen auf der Strasse und werden aus den deutschen Kassen bezahlt, in die aber nichts mehr einfliesst, weil die nunmehr polnischen Mitarbeiter ihre Sozialabgaben in Polen entrichten und nicht bei uns. Gelinde gesagt finde ich, dass das eine Schweinerei ist. Mir ist kotzübel, noch dazu, dass die Leute, die noch Arbeit haben, hier zur Finanzierung von weiteren Arbeitslosen herangezogen werden.

Es ist doch abzusehen, dass demnächst die Renten-, Krankenkassen- und Arbeitslosenbeiträge wieder erhöht werden müssen weil eben weniger eingezahlt wird, und das nicht, weil Arbeitsplätze abgebaut wurden sondern weil die Arbeit, und das ganz legal, von Ausländern gemacht wird.

5 Millionen arbeitslose in Deutschland sind eine nicht zu verachtende politische Macht. Leider sind sie nicht so gut organisiert, dass sie diese Macht ausnutzen können. Stattdessen bekommen die Rechtsparteien Zulauf, was ich, wenn ich das oben gesagte höre, durchaus verstehen kann. 5 Millionen Arbeitslose sollten auf die Strasse gehen und für Arbeit demonstrieren. Der 1. Mai steht vor der Tür, das wäre doch eine gute Gelegenheit für Arbeitslose und Gewerkschafen, auf diesen Missstand hinzuweisen.

Jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun, damit Deutschland nicht ausblutet. Ich veröffentliche diesen Missstand hier in meinem Tagebuch damit die, die es Lesen, davon Kenntnis erhalten und es weitererzählen. Rechte Parteien werde ich deshalb jedenfalls nicht wählen!

Endlich Wochenende?

Ha, das ich nicht lache! Schön wär’s gewesen heute morgen mal auschlafen zu können. Ich hatte es bereits gestern Abend vermutet, dass daraus nichts werden würde, nach dem ca. 2 – 3 cm Schnee gefallen waren.

Und so wurde ich heute morgen wach, oder eher mitten in der Nacht, als ein lautes Schneeräumgerät vor unseren Haus den Gehweg vom Schnee befreite. Es war so laut, dass ich vermute, der Schneeräumgeräteführer muss einen Hörschutztragen, damit er nicht taub wird. Mindestens 30 Minuten fuhr das Ding hin und her, mal leiser werdend, wenn es um die Ecke verschwand, dann wieder mit voller Lautstärke brüllend vor unserem Fenster seinen Dienst versehend. Als ich mich endlich mal aufraffte, zu prüfen, wie spät es dann ist, zeigte mir der Wecker 03.38 Uhr. Unglaublich, Frechheit. Ich frage mich, muss das sein am Samstag?

Dann war endlich Ruhe. Ab und zu war ein Auto zu hören. Anhand der Fahrgeräusche war zu erkennen, dass auf der Strasse keine Schneedecke lag. Es taute, ja, es taute! Und dann kommen die Kerle mitten in der Nacht und entfernen maximal 3 cm Schnee vom Gehweg wo wahrscheinlich spätestens um 10.00 Uhr alles wieder weg ist.

Eingeschlafen bin ich natürlich nicht wieder, und Bernd auch nicht. Wir versuchten es mit ohne ohne ankuscheln, aber obwohl noch Müdigkeit in uns steckte konnten wir nicht mehr schlafen. Kurz nach 5 Uhr entschieden wir uns dann, aufzustehen. Endlich Wochenende!

Vertane Chance

Das Radio-Hamburg-Hinhörergeräusch ist heute geknackt worden. Der Hörer, der das Geräusch erraten hat, gewann einen Betrag von über 128.000 Euro. Und was war es? Das Entfernen der Staubabdeckung von den Boxen der Musikanlage. Tja, was soll ich sagen? Bernd hatte vor ein paar Tagen die Idee, dass es das sein könnte. Aus welchen Gründen auch immer, wir haben jedenfalls die Idee nicht weiter verfolgt und nicht angerufen. Wahrscheinlich wären wir eh nicht durchgekommen, damit trösten wir uns. Es wäre ärgerlicher gewesen, wenn wir angerufen hätten und nicht durchgekommen wären – wie das ja meistens der Fall ist – und dann hätte uns jemand anderer den Gewinn weggeschnappt.

Egal, wir freuen und auch ein kleinen Dingen. Und überhaupt: Kein Glück im Spiel aber Glück in der Liebe!

Putzlappennachlese

Auch wenn es Leser gibt, die die Putzlappengeschichte gruselig finden, möchte ich hier noch mal ein paar Informationen über die positiven Reaktionen meiner Kolleginnen veröffentlichen:

1. Steffi hat, nachdem sie von der Party nach Hause kam, ihren Badezimmerspiegel geputzt, mit dem sie schon immer auf Kriegsfuss stand. Heute hat sie eine Nachbestellung aufgeben, nachdem sie ihren Freund und zukünftigen Mann von Jemako-Produkten überzeugen konnte.

2. Britta hat, nachdem sie von der Party nach Hause kam, bis nachts um 2 teilweise ihre Wohnung und diverse Fenster geputzt. Auch von Britta gab es heute eine kleine Nachbestellung.

Ich möchte betonen, dass ich selbst die Produkte nicht als „Vorführerin“ anbiete, sondern hier meiner Begeisterung und die meiner Kolleginnen Ausdruck verleihe.