Archiv für den Monat: August 2004

jadoch

„Unseren“ Tag feierten wir heute bei Bellini, unserem Stammitaliener um die Ecke. Ich fühlte mich wie im Sketch von Loriot: Er sitzt in einem Restaurant und will seine Kalbsroulade essen, kommt aber nicht dazu, weil der Ober dauernd fragt, ob denn alles in Ordnung sei. Bernds Kommentar zu mir, nach dem der Ober unseren Tisch wieder mal verlassen hatte: „Man kann es auch übertreiben.“ Es ist in der Tat so, dass der Kellner wirklich überfreundlich und überaktiv ist. Mindestens zwei Mal klärte er uns auf, dass der Wein aus Apulien kommt. Selbst als wir den ganz normalen gemischten Salat zu uns nahmen fragte er, ob denn alles in Ordnung sei. Wir wissen, dass es gut gemeint ist, aber es war wirklich alles sehr übertrieben. Mein Nachtisch liess mich das aber alles vergessen. Die Zabaione war allererste Klasse, phantastisch, ein Traum!

Pfui

Es war noch mal ein schöner Sommertag mit der Gelegenheit, auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und zu lesen. Vor ein paar Tagen kam das neue Heft „Reader’s Digest – Das Beste für Deutschland“. Ich lese diese Hefte sehr gern, wenn auch nicht unbedingt alle Beiträge.

Die September Ausgabe enthält einen Artikel über das Händewaschen. Ein Satz darin ist doch sehr merkwürdig: Aber genauso wichtig ist das Händewaschen auch nach dem Husten, Niesen oder Naseschnäuzen …, wenn sie Hausputz gemacht haben, Tiere gestreichelt oder gekocht haben. Ich frage mich, wer heute noch Tiere kocht.

Aus

Nach 16 Tagen verabschieden sich die Olympischen Sommerspiele aus Athen. Auch Google verabschiedet sich mit einem netten Logo von den Olympischen Spielen. Bei Holli gibt es sicher heute Abend noch ein Abschiedsschnittchen.

Das Netteste bei diesen Spielen war für mich, dass es für die 3 Sieger jeweils einen Olivenkranz gab. Bei den ersten Siegerehrungen hatte ich den Eindruck, dass es den Gewinnern ein wenig peinlich war, sich den Kranz aufzusetzen. Offensichtlich waren die Kranzgrössen genormt und nicht auf den Kopfumfang des Einzelnen abgestimmt. Lag der der Kranz bei einigen eher oben auf dem Kopf und die so Bedachten Mühe hatten, den Kranz auf dem Kopf zu halten.

Es wird noch ein wenig dauern bis unser Olivenbäumchen so gross ist, dass sich aus seinem Geäst ein Kranz flechten lässt.

Kleines Familientreffen

Alstervergnügen – die grösste Party der Stadt. Wir trafen uns am Stand vom Willi’s mit Margret, Olli und Melli. Das ist fast schon Tradition. Bernd und ich waren bereits kurz nach 18.00 Uhr dort und reservierten uns einen Platz in der ersten Reihe am Geländer der Lombardsbrücke. Nicht nur, dass man von hier einen ungestörten Blick auf die Alster und das Feuerwerk hat. Das Geländer ist auch Stütze zum Anlehnen. Immerhin beginnt das Feuerwerk erst um 22.00 Uhr. Schade nur, dass das Geländer eine geneigte Oberfläche hat, so ist es nicht möglich, sein Glas darauf abzustellen.

Die Wartezeit bis zum Feuerwerk wurde uns mit diversen Vorführungen auf dem Wasser verkürzt. An einem kleinen schnellen Motorboot hatte man am Heck kurz über dem Wasser 2 Leuchtfackeln befestigt. Mit rasender Geschwindigkeit raste das Boot über das Wasser. Durch die Fackeln sah es aus, als würde das Motorboot mit einem Raketenantrieb betrieben.

Danach kamen Wasserskifahrer zum Einsatz, die ebenfalls mit diesen Fackeln ausgestattet waren. In verschiedenen Formationen wurden die Skifahrer über das Wasser gezogen, auf Grund der Dunkelheit und der Fackeln ein interessanter Anblick.

Ca. 1 Stunde vor dem Feuerwerk gab es eine weitere sehenswerte Aktion: Ca. 100 Schwimmer mit Fackeln und etliche beleuchtete Kanus kamen unter der Lombardsbrücke hervor und schwammen über die Binnenalster in Richtung Jungfernstieg. Laut Programmheft sollte diese Darbietung begleitet sein mit Musik aus den Musicals Cats, Titanic und Phantom der Oper. Leider war davon nichts zu hören. Schade.

Der eigentliche Höhepunkt, das Feuerwerk, war ein wenig enttäuschend. Die begleitende Musik war mir persönlich ein wenig zu rockig. Die Musik war eher begleitend als taktmässig auf die Effekte des Feuerwerks abgestimmt. Allerdings gab es ein paar schöne neue Effekte zu sehen.

Olli, Melli und Margret machten sich alsbald nach dem Feuerwerk auf den Heimweg. Bernd und ich trafen uns noch mit Tobi und Volker, 2 liebe Freunde aus Oberhausen, bevor wir uns zu Fuss auf den Heimweg machten.

Kleine Überraschung

In unserer Wohnung liegt ein sehr heller, beinahe weisser, Teppichboden. Es sieht zwar gut aus, ist aber aber auch sehr empfindlich. Deshalb bleiben unsere Schuhe auch immer vor der Wohnungstür stehen. Manchmal stehen dort auch 3 paar Schuhe wenn wir zu bequem sind, ein paar hereinzunehmen und wegzustellen, so wie heute. Als wir von der Alster nach Hause kamen stand also ein paar Schuhe vor der Tür, aber nicht so, wie wir es hingestellt hatten. Als wir näher kamen und vor der Tür standen sahen wir den Grund: André hatte ein paar Flaschen Wein vom Weinkontor mitgebracht und dort deponiert.

Danke André! Es ist schön, so einen netten Nachbarn zu haben – nicht nur wegen des Weines.

Geburtstagseinladung

Steffi und ich waren heute bei einem Geschäftsfreund zum 60. Geburtstag eingeladen. Gefeiert wurde auf dem Museumsschiff „Cap San Diego“. Im Salon gab es zur Begrüssung ein Glas Sekt – oder auch eins mehr. Dann wurden wir auf die Brücke gebeten. Dort wurden Getränke und Fingerfood gereicht, sehr lecker. Anschliessend ging es wieder in den Salon, wo wir uns am reichhaltigen warmen und kalten Buffet bedienen konnten.

Das Schiff bietet für Firmenveranstaltungen und Familienfeiern einen sehr schönen maritimen Rahmen, sogar Trauungen kann man dort vornehmen lassen. Allerdings ist das Feiern dort nicht ganz billig. Die Preise für das Essen und die Getränke halten sie im üblichen Rahmen. Aber man muss noch eine Art Nutzungsgebühr für die Räumlichkeiten zahlen. Und das verteuert so eine Feier gleich erheblich, was sehr schade ist.

Aufrüstung

Oliver hat heute unsere Rechner mit neuen Komponenten aufgerüstet. Geblieben sind nur die Festplatten, das CD- sowie das DVD-Laufwerk und -Brenner. Es gibt nur ein Problem: Nach einigen Minuten Laufzeit verabschiedet sich der Rechner von Bernd und schaltet sich ab. Mal sehen, ob wir das Problem in den nächsten Tagen in den Griff bekommen.

Jackenzeit

Nach dem warmen, heissen Wetter der vergangen wenigen Wochen ist es jetzt nicht zu übersehen, dass der Sommer seinen Zenit überschritten hat. Heute Morgen war es recht frisch als ich ins Büro ging. Nur im Hemd (obenrum) war zu wenig. Die leichte Jacke musste herhalten. Ich fahre ja nicht mit dem Wagen zur Arbeit, so wie Holli, der heute ähnliche Erfahrungen machen musste. Heute Mittag konnte ich dann schon wieder ohne Jacke in die Stadt gehen und auch auf dem Heimweg brauchte ich sie nicht und trug sie lässig über der Schulter. Ich hoffe, dass wir noch ein paar schöne Tage bekommen werden, aber eins scheint mir sicher: So heiss wie es war wird es nicht mehr werden.

Tagebuch

Ich wähle hier bewusst das Wort Tagebuch, denn nichts anderes ist der Ursprung des Weblogs. Wenn ich mich allerdings so durch die Tagebuchlandschaft bewege, hier und dort hängen bleibe und lese, komme ich zu der Erkenntnis, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Autoren offensichtlich ein mehr oder weniger langweiliges Leben führt. Wie komme ich zu der Erkenntnis?: In vielen Tagebüchern geht es immer weniger um die persönlichen täglichen kleinen Erlebnisse und/oder Gedanken der Autoren. Vielmehr wird dazu übergegangen, über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Dinge zu schreiben, ja, teilweise sogar andere Autoren zu zitieren. Stehen diese Menschen unter Schreibzwang? Sind sie der Meinung, ihre Leser zu verlieren wenn nicht jeden Tag mindestens ein Eintrag in ihrem Tagebuch erscheint? Meinen sie, wir sind nicht in der Lage, die uns interessierenden Nachrichten und Informationen selbst im Internet zu suchen? Das hat nichts mehr mit einem Tagebuch zu tun, das ist eine Weiterverbreitung von Informationen. Das ist doch kein Weblog. Den Tagebuchleser interessiert doch die menschliche Seite des Autors – alles andere sind nur Füllsel.

Wenn es in meinem Tagebuch mal 3 Tage oder länger keinen Eintrag gibt – dann mich ich mir keinen Kopf darum, dann ist halt nichts erwähnenswertes passiert und ich muss nicht, nur um die Leser zufrieden zu stellen, mir irgendwas aus dem Internet/Fingern saugen und es erneut veröffentlichen.

Ich bleibe meinem Stil treu und schreibe nur über persönliche Begebenheiten und Gedanken, wie z.B. heute über Tagebücher. Und in erster Line mach ich das für mich, so wie ein Tagebuch eben früher gedacht war. Wenn es Jemanden interessiert, was in meinem/unserem Leben passiert, soll es mir recht sein. Wenn nicht ist es mir auch egal.

Dem Tod von der Schippe gesprungen

Am 9. Juli wurde dieser Kollege in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Heute erreichte uns die Mitteilung, dass er gestern einen Herzinfarkt bekommen hat. Im Rettungswagen musste Herr K. reanimiert werden. 3 Bypässe und einen Herzschrittmacher hat oder wird er bekommen. Wir fragten uns heute, warum das passiert ist. Er machte immer einen sehr ausgeglichenen Eindruck, rauchte nicht und war nicht zu dick. Aber das ist wohl keine Garantie dafür, dass so etwas nicht passieren kann.