Archiv für den Monat: Juni 2004

40-Stunden-Woche und Streichung von Feiertagen

Offiziell beträgt meine Wochenarbeitszeit 38 Stunden, was sowieso schon mal mehr ist, als das, was die Gewerkschaften für viele ihrer Mitglieder erkämpft haben. Unsere tägliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden, von 08.30 Uhr bis 17.30 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Zum Ausgleich für die 38 Stunden dürfen wir ein mal in der Woche einen Bummeltag einlegen und 2 Stunden früher gehen, nach Absprache mit den Kollegen und vorausgesetzt, die Situation erlaubt es.

Meist ist es aber so, dass wir die Mittagspause durcharbeiten wenn wir den Bummeltag machen um unsere Arbeit zu schaffen. Also ist schon mal wieder 1 Stunde verschenkt. Dazu kommt, dass es sowieso nicht ungewöhnlich ist, in der Mittagspause durchzuarbeiten wenn die Situation es erfordert, und die Situation erfordert es öfter. Wenn meine Kollegin krank ist oder Urlaub hat ist das Arbeitsaufkommen so gross, dass 1. der Bummeltag nicht genommen werden kann und 2. ich täglich in der Mittagspause durcharbeiten muss und 3. ich hin und wieder über den Feierabend hinaus arbeiten muss.

Des Weiteren ist es nicht ungewöhnlich, dass wir ausserhalb der Dienstzeit, also abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen, telefonisch zu Hause oder unterwegs von Kapitänen und Hafenagenten gestört werden, um irgendwelche Probleme aus der Welt zu schaffen. Die Firma hat uns zu diesem Zweck ein Handy zur Verfügung gestellt, so dass wir auch ausserhalb unserer Wohnung erreichbar sind. Alles zusammengerechnet frage ich mich: Was ist eine 40-Stunden-Woche? Ich wäre glücklich, wenn ich sie hätte.

Weiter gab es heute Gerüchte, dass der 3. Oktober als Feiertag gestrichen werden soll um die Produktivität zu steigern. Bei näherer Betrachtung würde sich meiner Meinung nach herausstellen, dass der grösste Teil der Produktivität in den Bundesländern erarbeitet wird, die eh schon am meisten Feiertage haben, nämlich in den südlichen, katholischen Bundesländern. Wie wäre es denn, wenn man dort einen dieser Feiertage streichen würde um die Anzahl der Feiertage bundesweit anzugleichen? Ein Aufschrei würde von der katholischen Kirche kommen, würde je darüber diskutiert werden.

Nicht dass ich neidisch wäre auf die Leute, die dort leben. Erstens habe ich mich seit der Schulzeit daran gewöhnt, dass die Katholiken mehr Feiertage und dadurch mehr freie Tage haben und zweitens – nee, das würde jetzt diskriminierend sein.

Rücksichtslos

Heute wurde es ein wenig später mit dem Schlafengehen. Die Fussball-EM fordert ihren Tribut. Nicht, dass mich das besonders interessiert. Doch wenn man einen Freund hat, der Fussballfan ist, schaut man halt mit. Es ist ja auch so gemütlich, zusammen auf dem Sofa zu liegen und ein wenig zu kuscheln.

Endlich war alles überstanden und wir konnten schlafen gehen. Plötzlich bemerkte ich, dass ich ganz langsam aus einer Art Halbschlaf erwachte, ich musste mich gerade in der Einschlafphase befunden haben. Laute Musik dröhnte durch Decken und Wände aus einer der Wohnungen unter uns. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich überlegte, ob ich mit einer Gegenattacke antworten sollte. Wenn unsere Musikanlage voll aufgedreht wird, ist das nicht auszuhalten. Ich hätte ja auch aufstehen und mich anziehen können und dann im Treppenhaus die Wohnung ausfindig machen können, aus der die Musik kommt. Die Bequemlichkeit hielt mich im Bett zurück. Nach ein paar Titeln der abgespielten CD war wieder Ruhe im Haus. Es dauerte eine Zeit, bis ich dann endgültig einschlafen konnte.

Ohne Rückgrat

Ein Kollege unserer Mutterfirma wurde vor einigen Jahren vor die Tür gesetzt. Ursprünglich war er Buchhalter. Dieses war immer noch ein Teil seiner Tätigkeit. Inzwischen war er aber zu einem „Mädchen für alles“ geworden. Klaglos und mit grossem Einsatz kümmerte er sich um die ihm übertragenen Aufgaben. Dann plötzlich das Aus für ihn. Er bekam noch ein Abfindung und das war’s. Eine zeitlang war war er arbeitslos. Später bekam er eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma.

Heute erschien Herr S. in der Firma. Er begrüsste seine Ex-Kollegen und -Kolleginnen. Erst dachten wir, er schaute nur mal herein um Hallo zu sagen. Im Laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass in unser Inhaber, also sein Ehemaliger Arbeitgeber, ihn gebeten hat, aus Holland Matjes für das jährliche Matjesessen zu holen, das im grossen Rahmen für Freunde und Geschäftsleute veranstaltet wird. Allgemeines Kopfschütteln unter uns machte sich breit. Wie kann man so was akzeptieren? Keiner von uns hätte je wieder einen Schritt in dieses Haus gesetzt, geschweige irgendwelche Aufträge angenommen.

Vater-Sohn-Gespräch bzw. -Chat

Olli 20.06.20 16:47 sach mal, du kennst dich doch bei pizzen aus :))))))

Olli 20.06.20 16:48 wir wollen vielleicht online bestellen 🙂

Vulcano 20.06.20 16:48 ah ja, erzähl

Olli 20.06.20 16:48 ist 36 cm sehr groß ?

Olli 20.06.20 16:48
http://www.pizzabestellen.de/hallo-pizza/99/index.htm

Vulcano 20.06.20 16:48 ist jedenfalls sehr lang :-< Olli 20.06.20 16:48 DURCHMESSER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Olli 20.06.20 16:49 schon was getrunken? Vulcano 20.06.20 16:49 nee, nur saft Vulcano 20.06.20 16:49 warte, ich schau mal Vulcano 20.06.20 16:49 also, wenn wir bei smiley bestellen, was wir meistens machen, ist die von bernd 32 cm und meine 28 cm Olli 20.06.20 16:50 hm, ahja, also melli nimmt dann ne 26er und nen salat und ich die 36 Olli 20.06.20 16:50 :))))))))) Vulcano 20.06.20 16:50 ja, würd ich sagen Vulcano 20.06.20 16:51 sie isst ja eh länger, also gleicht sich das dann in der menge aus, da du ja mehr pizza hast Olli 20.06.20 16:51 hehe Olli 20.06.20 16:51 looooool Vulcano 20.06.20 16:51 die haben nur 2 grössen? Olli 20.06.20 16:51 aber ich finde das doof, ne größe dazwischen wäre schön Olli 20.06.20 16:51 ja scheint so Vulcano 20.06.20 16:51 ja, - ist doof Vulcano 20.06.20 16:52 notfalls gibst du ihr was ab wenns dir zu gross ist Olli 20.06.20 16:52 neeeeeeeeeeeeeeeeeeee, kommt nicht in frage Vulcano 20.06.20 16:53 na, dann aber alles aufessen!

Ich find‘ schön, dass wir uns so gut verstehen.

Versorgung mit Flüssigkeit

Unser netter Nachbar André arbeitet samstags in einem Weinkontor. Dort können die Kunden die Weine probieren bevor sie sich für eine Sorte entscheiden. Die Mitarbeiter können die angebrochenen Flaschen natürlich nicht alle selbst leeren, sie würden ja gar nicht mehr im Stande sein, nach Hause zu kommen und jedes Wochenende im Delirium verbringen. Nach dem Wochenende wird der Wein einfach weggegossen, was natürlich sehr schade ist. André brachte uns heute 2 solcher Flaschen mit. Es ist wirklich kaum etwas ausgeschenkt und für Bernd und mich reicht es allemal zu einer Mahlzeit. Demnächst werden wir André mal an seinem Arbeitsplatz beehren. Mal sehen, ob wir was für unseren Keller bei ihm finden.

Ja nicht aufhalten

Wenn es mich packt soll man mich ja nicht stören. Das gilt für Dinge, die unangenehm sind, die ich lange vor mir hergeschoben habe, die aber notwendig sind, irgendwann mal erledigt zu werden. Meist schieb ich ich fadenscheinige Gründe vor, es nicht zu tun, speziell spreche ich hier vom Aufräumen des Kellers: Das Wetter ist zu gut (wer arbeitet schon gern bei Sonnenschein im Keller?) oder es sind „wichtigere“ Dinge, die mich davon abhalten. Jetzt führte kein Weg mehr daran vorbei. Wir haben nämlich 24 Flaschen Wein bestellt und für die ist kein Platz in unserer Winzküche. Die Kartons in den Keller zu stellen würde bedeuten, dass man dann gar nicht mehr hinein kommt. Ein Regal musste also her und einige „Leichen“ mussten entsorgt werden, u.a. die alte Spüle, die mal die Küche zierte und ein nie gebrauchter, verrosteter Holzkohlengrill (ein Erbstück vom Ex von meinem Ex).

Mit grossen blauen Müllsäcken bewaffnet machte ich mich auf in die dunkle Höhle. Zum Glück ist unser Kellerverschlag mit einer separaten Beleuchtung ausgestattet, so dass ich nicht nach jeweils 4 Minuten im Dunklen stehen würde und das Licht wieder einschalten müsste. Die Spüle passte wunderbar in einen Müllsack und landete im Müllcontainer. Den Grill wollte ich auseinanderschrauben, leider liessen sich einige der eingerosteten Schrauben und Muttern nicht lösen. Zum Glück konnte ich das Teil mit ein wenig Muskelkraft und draufsteigen so zurechtbiegen, dass es nicht mehr so sperrig war und auch in einen Müllsack passte. Und ab in den Müllcontainer damit. In der Ecke stand noch ein alter schmaler, langer Pappkarton, der fast bis zur Kellerdecke reichte. Da mussten mal die Einzelteile vom Bett drin gewesen sein. Auch der Karton landete im Müll, ordentlich zerrissen.

Jetzt war schon viel mehr Platz im Keller und ich konnte mir überlegen, wo denn das Regal stehen könnte. Die Nische wäre ideal, da würde es aber in der Breite nicht hineinpassen, schade. Es blieb nur eine Stelle, und zwar an der Drahtverspannung zum Kellergang, nicht der ideale Platz, könnte man doch sehen, was im Regal liegt. Einer Nachbarin hatte man vor Jahren den Draht durchgeschnitten und eine Flasche Champagner gestohlen. Nur gut, dass ich nicht immer alles gleich wegwerfe, man weiss ja nie, wozu man es noch mal gebrauchen könnte. Die Einzelteile von Bernds alten Computertisch standen noch im Keller. Fein an die Wand gestellt brauchten sie ja auch kaum Platz – redete ich mir immer ein. Diese Platten eigneten sich wunderbar als Sichtschutz wenn ich sie in die Querstreben des Verschlages stellen würde.

Ich stellte Blumentöpfe und andere Gerätschaften, die auf dem Boden des Kellers gestanden hatte, wieder hinein und machte mich auf den Weg, im Baumarkt ein Regal zu kaufen, jetzt gleich und sofort, ja nicht aufhalten in meiner Aktivität, sonst würde es wieder Monate dauern, bis es fertig werden würde. Bei OBI fand ich ein Regal aus Metall zum Zusammenstecken, sogar in blau. Blau ist nun mal meine Lieblingsfarbe, auch wenn es im Keller ziemlich egal ist. Ich stellte feste, dass ein Cabrio ziemlich praktisch sein kann, wenn man sperrige Gegenstände kauft. Man muss sie nicht mühsam durch die Tür schieben, nein, einfach das Dach aufmachen und bequem von oben das Teil dahin gleiten lassen, wo es hin soll. Dach wieder zu (weil das Wetter es leider so wollte), fertig. Ein Toploader sozusagen. Früher gab es mal Waschmaschinen, die von oben befüllt wurden. Das ist viel bequemer und praktischer als sich zu bücken oder in die Knie gehen zu müssen um die Wäsche durch das kleine Bullauge in die Maschine zu stopfen. Aber nein, die Fachleute haben herausgefunden, dass deutsche Hausfrauen und -männer gern sehen wollen, wie ihre Wäsche im Schaum schwimmt und durchgewalkt wird. Scheinbar haben die nichts besseres zu tun als vor der Maschine zu sitzen und ihr beim Waschen zuzusehen. Vielleicht haben die ja auch alle einen aufgeräumten Keller oder eine Sonnenallergie.

In der Garage konnte ich das Regal ebenso praktisch dem Auto wieder entnehmen. Durch die Kellergänge schleppte ich meinen Einkauf zu unserem Kellerverschlag und musste dann feststellen, dass ich den Kellerschlüssel verloren hatte. Ich suchte alles ab, auch im Auto, aber der Schlüssel blieb verschwunden. Über die Hausrufanlage an der Haustür bat ich Bernd, mit dem Zweitschlüssel in den Keller zu kommen. Ich machte mich dann daran, den Keller, soweit notwendig um Platz zu schaffen, wieder auszuräumen um das Regal aufzustellen. Bernd suchte noch mal alles ab um den Schlüssel zu finden, doch der blieb leider verschwunden. Also heisst es, Montag erst mal ein neues Schloss kaufen.

Das Regal war schnell aufgestellt und befüllt. Es ist zwar jetzt nicht unbedingt viel mehr Platz im Keller, das Regal braucht ja auch Stellfläche, aber es ist alles übersichtlich und ordentlich gelagert. Und wir haben jetzt reichlich Platz für Wein, Prossecco und Champagner. Und ich bin stolz auf mich, endlich einen Punkt erledigt zu haben, der mir schon lange auf der Seele lag.

Genial

Ich weiss, eigentlich ist es ein Spielzeug, vielleicht sogar ein Luxusspielzeug – unser Navigationssystem im Wagen. Bislang konnten wir es nicht benutzen weil nur eine CD für den Bereich BENELUX geliefert worden war. Eine CD für Deutschland wollten wir uns nicht gleich anschaffen weil es nur eine Ausgabe vom Herbst 2003 gab. Wir wollten auf eine aktuelle Ausgabe warten. Und jetzt ist sie endlich da. Bernd hat mich extra mit dem Wagen vom Büro abgeholt um das System auszuprobieren. Wir haben uns dann bei der Abfahrt vom Bürogebäude nicht nach dem System gerichtet, das hätte einen Umweg bedeutet. Nach wenigen Metern wurden wir dann richtig weitergeleitet. Genau vor der Haustür kam die Ansage „Sie haben das Ziel erreicht!“. Toll, genial.

Genial ist auch die Nachverfolgung der Sendung, die durch DHL ausgeliefert wurde. Auf die Minute genau liess sich feststellen, zu welchem Zeitpunkt die Sendung auf welcher Station war und an uns ausgeliefert wurde.

Der letzte Tag

Ich will mich ja nicht beklagen. Im grossen und ganzen war das Wetter ja OK in den letzten 2-1/2 Wochen. Pünktlich zum Urlaubsbeginn wurde es wärmer, ich konnte sogar an einigen Tagen auf dem Balkon in der Sonne sitzen. Wir sind, wann immer es ging, offen gefahren, und es ging gar nicht so wenig. Doch heute, am letzten Urlaubstag, hätte ich gern meinen Cappuccino auf dem Balkon getrunken, dabei den Duft der Rosen eingeatmet. Ich wäre gern noch mal offen gefahren, vielleicht zu OBI und auf dem Rückweg durch die Lange Reihe.

Und was ist? Es ist windig, es ist bewölkt und jetzt hat es angefangen zu regnen. Nichts mit draussen sitzen, nichts mit offen fahren. Stattdessen surfen, chatten, essen und Weblog schreiben. Ich könnte auch noch die Stühle neu beziehen und die Steuererklärungen machen. Aber nein, heute will ich einfach nur faul sein. Schliesslich habe ich ja noch Urlaub.

Europride 3

Gehen wir oder gehen wir nicht? Das war die Frage dieses Tages. Gemeint war das Strassenfest. Klar gingen wir, man könnte ja was versäumen. Und es war recht nett. Wir trafen Tobi, Stephan, Klaus, Rudolf und noch ein paar Leute mehr. Es war nicht voll, die Leute, die auf dem Strassenfest waren, machten alle einen recht ausgeglichenen Eindruck. Niemand präsentierte sich auf unangenehme Weise. Die Stimmung war locker, aber nicht künstlich ausgelassen, für uns ein angenehmer Ausklang des Europride. Apropos Europride: Wir hatten nicht den Eindruck, dass dieser CSD etwas Besonderes war.

Europride 2

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg zur Langen Reihe. Dort wollten wir den an der Parade teilnehmenden Gruppen bei den letzten Vorbereitungen zusehen. Später wollten wir uns mit Holli und Gunnar treffen.

Die Wetterlage war nicht sehr viel versprechend. Hin und wieder durchnässte ein kleiner Regenschauer die Teilnehmer und Zaungäste. Leichtsinniger Weise hatte ich keine Jacke oder Pullover angezogen. Es wurde dann doch reichlich frisch und feucht. Statt mit Holli und Gunnar 2 Flaschen Prossecco zu trinken, wäre es fast angebracht gewesen, eine Thermokanne mit Glühwein einzupacken. Doch der liebe Gott muss schwul sein. Er hatte ein Einsehen und liess pünktlich zum Beginn der Parade die Regentore geschlossen. Ja, es war sogar ein blaues Fleckchen am Himmel sichtbar.

Lag es am Prossecco oder war die Parade in diesem Jahr tatsächlich lockerer, fröhlicher? Auf jeden Fall fehlte die sonst teils recht unangenehme Selbstdarstellung einiger Menschen, die von sich glauben, dass sie schön sind.

Nach der Abnahme der Parade trennten wir uns von Holli und Gunnar. Die Beiden machten sich auf den Weg, die Parade zu begleiten. Bernd und ich gingen im Block House essen. Gemütlich verzehrten wir als Vorspeise Büsumer Krabben mit Radieschen, Gurken, Zwiebeln und Dill. Als Hauptgericht gab es Spicy Beef mit Kartoffelgratin, hmm, echt lecker.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum Strassenfest. Unterwegs begegneten wir dem Umzug, der gerade in der Mönckebergstrasse Station machte. Die am Strassenrand stehenden Menschenmassen schienen nicht sehr beeindruckt und eher gelangweilt zu sein. Bei Schola Cantorosa war dann auch noch die Musikanlage ausgefallen – so ein Pech.

Wir schlenderten weiter über den Rathausmarkt zum Jungfernstieg. Dort fanden wir noch einen bequemen Platz am Brückengeländer zum Anlehnen direkt am Stand vom Willi’s. Mit der Zeit wurde es voller und voller. Die Menschenmassen schoben sich durch die Gänge. Wir standen zusammen mit ein paar Freunden und beobachteten das Treiben. Und irgendwie war alles langweilig. Ich hatte den Eindruck, das Jeder Jeden beäugte um festzustellen, mit wem er heute Abend in der Kisten landen könnte. Teilweise waren die Typen künstlich lustig, so unter dem Motto: Heute ist CSD, heute muss ich ausgelassen sein. Es war nicht unsere Welt und gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.