Archiv für den Monat: Dezember 2003

Silvester 03/04

Bis mittags musste ich arbeiten, und ich habe tatsächlich gearbeitet. Kurz vor 12 war ich mit allem fertig, habe mich von allen Anwesenden – ausser mir noch 3 – verabschiedet und die an diesem Tag üblichen Wünsche ausgetauscht. Mein erster Arbeitstag im neuen Jahr wird am 5. Januar sein.

Am Nachmittag nahm ich mein traditionelles Sylvesterbad. Rein gefühlsmässig spüle ich immer allen Dreck des alten Jahres ab, auch alle überflüssigen Haare mussten dran glauben. Weg damit! Eigentlich sollte man diese Prozedur erst kurz vor Mitternacht machen.

Es war die erste Jahreswende, die ich mit Bernd allein verbrachte. Am Abend machten wir Fondue. Nach dem Essen lümmelten wir uns auf das Sofa. Da das Fernsehprogramm absolut nichts sehenswertes hergab schauten wir uns eine DVD mit dem Zusatzmaterial des Films Herr der Ringe Teil 2 an. Den Film hatten wir vor ein paar Tagen zur Auffrischung angeschaut.

Dann kam der grosse Moment des Jahreswechsels. Wir zogen uns warme Pullover über und stellten uns, jeder mit einem Glas Sekt, auf den Balkon. Gut dass es dunkel war, wir müssen toll ausgesehen haben: In Schlappen, kurzen Hosen und Pullovern und ein Sektglas in der Hand standen wir da. Um uns herum stiegen die Raketen in den Himmel, es blitzte und knallte. Um Punkt Mitternacht stiessen wir an.

Mein leeres Glas hatte ich auf dem Tisch abgestellt. Arm in Arm standen wir da, wärmten uns gegenseitig und schauten in den bunten Himmel. Plötzlich machte es „klirr“. Mein Sektglas lag zersplittert am Boden. Wie das? Wir haben weder den Tisch angestossen noch das Glas berührt. Das war geschehen: Durch die leichte Neigung des Balkons steht der Tisch nicht ganz waagerecht, die Tischplatte war leicht mit Raureif überzogen. Das Glas ist ganz langsam auf der glatten geneigten Fläche entlang gerutscht bis es über den Rand auf den Boden fiel.

Wir standen noch ein paar Minuten auf dem Balkon und schauten uns das Spektakel an, bis es uns zu kalt wurde. Und was machten wir dann? Wir gingen schlafen – und das neue Jahr war noch keine Stunde alt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so früh in der Silvesternacht schlafen gegangen zu sein. Macht aber nichts, wir hatten einen ganz gemütlichen Abend.

Cinemaxx

Für das Cinemaxx-Kino kann man Karten jetzt online bestellen, und zwar werden dann im Sitzplan gleich freie Plätze angeboten. Ist man damit einverstanden gibt man die Daten der Kreditkarte ein, dann gibt es eine Buchungsnummer, die auch noch per Email zugestellt wird. Vor ein paar Tagen haben wir auf diese Weise Karten zum 1. Januar für „Herr der Ringe 3“ bestellt.

Heute in der Mittagspause wollte ich die Karten abholen. In der Kassenhalle standen Menschenschlangen an allen Kassen an und wollten Karten haben. Nun ist es aber so, dass die bestellten Karten auch an Automaten abgeholt werden können. 2 solcher Automaten sind dort aufgestellt. Niemand stand davor und wollte Karten haben. Ich gab also die Buchungsnummer ein, dann dauerte es etwas, bis die Karten ausgedruckt waren und in das Ausgabefach fielen. Innerhalb weniger Minuten hatte ich meine Karten und war wieder weg. Ich find das toll, besonders wenn, wie heute, so viele Leute an den Kassen anstehen.

Es schneit noch immer

Ordentlich wie ich habe ich mir den Genehmigung geholt, einige der Fotos veröffentlichen zu dürfen. Ich bin dankbar für die positive Antwort. Bei der Gelegenheit schrieben unsere Freunde uns, dass es noch immer schneit. Zitat:
„I probably will be taking more pictures because we are still having heavy snow. It is supposed to snow through Friday of this week — don’t think we will be able to get out of the house.“

Da bin ich doch mal gespannt auf die nächsten Fotos.

Kampfplatz Küche

Auf der Speisekarte stand heute: Entenbrust mit Orangensauce, Kartoffelkroketten und Rotkohl. Es hat auch alles phantastisch geschmeckt. Nur sah die Küche aus, als hätte dort eine Bombe eingeschlagen und ausserdem war alles voll Fett gespritzt vom braten der Entenbrüste in der Pfanne. Mein T-Shirt hat auch was abbekommen. Ich sehe aus wie sonst was. Na ja, gleich ist Sofazeit, dann kommt das in den Wäschekorb.

Live bei den Hamburg Freezers

Es war unser erster Besuch in der Color-Line-Arena aber bestimmt nicht der letzte. Es es gigantisch, umwerfend, phantastisch und alles ist gut organisiert. Von der S-Bahnstation fahren Shuttlebusse. Wenn ein Bus voll ist fährt der nächste vor, die Leute steigen ein und ab geht es.

Unsere Plätze waren im Oberrang in der 12. von 14 Reihen, nicht ganz mittig, aber die Eisfläche war von dort gut einzusehen. Die Fans im Fanblock sorgten für eine gute Stimmung und gespannt warteten wir auf den Spielbeginn gegen die Wölfe Freiburg. Viel Ahnung von den Regeln habe ich ja nicht, trotzdem hat mir das Geschehen auf dem Eis gut gefallen. Wenn ein Spieler eine Zeitstrafe bekam, wurde vom Stadionsprecher der Grund angesagt. Spieler der Gäste wurden mit dem Lied „In Hamburg sagt man tschüss“ auf die Bank begleitet, die eigenen Spieler mit dem Lied „Junge komm bald wieder“. Gleichzeitig wurde das „Vergehen“ auf den Monitoren des von der Decke hängenden Vidoecubes bildlich erklärt.

Vor 11.200 Zuschauern endete die Partie 3:1 für die Hamburg Freezers. Entsprechend gut war die Stimmung, besonders bei den Fans.

Der Abtransport der Besucher verlief geordnet und reibungslos. Mit den Bussen wurden wir wieder zur S-Bahnstation gebracht.

Mein Fazit: Eishockey gefällt mir besser als Fussball (sorry mein Schatz). Die Color-Line-Arena ist einen Besuch wert, allerdings sollte man doch besser ein wenig mehr Geld ausgeben und weiter unten sitzen, besonders wohl bei Konzertveranstaltungen. Doch für das erste Mal war das in Ordnung so.

Fix und alle

Den ganzen Morgen über quälte mich die Müdigkeit. Etwas musste passieren. Um halb elf entschloss ich mich, in die Wanne zu gehen. Entweder würde es danach noch schlimmer werden oder ich würde mich besser fühlen. Ich liess das Wasser ein und gab „Narcotic“ dazu. Das hört sich zwar zum Einschlafen an, ist aber eher aufmunternd. Aber doch fielen mir in der Wanne sitzend die Augen zu. Eingeschlafen bin ich aber nicht. Nach dem Bad bemerkte ich, dass die Müdigkeit weg war und ich mich doch angenehm fit fühlte. Eine positive Wirkung war also eingetreten.

Zum Essen fanden wir uns bei Bernds Mutter ein. Es gab ihren berühmten Putenbrustbraten. Ihre grösste Sorge ist immer, ob das Fleisch nicht zu trocken geworden ist und ob die Haut auch schön knusprig ist. Bisher ist es ihr immer perfekt gelungen. Es ist schwer, sich zurückzuhalten und noch mehr zu essen. Man ist zwar satt aber der appetitlich auf dem Tisch stehende Braten lockt verführerisch „Nur ein kleines Stück noch!“ Überredet. Aber dann ging wirklich nichts mehr. Oder vielleicht doch noch ein Stück? Nein! Es gibt ja auch noch Nachtisch: Mousse au Chocolat! Mit viel Sahne dran! Uff – das war’s dann. Aus und vorbei – ich esse heute nichts mehr.

Nach dem Essen schlossen wir den DVD-Player an, den sie von uns zu Weihnachten bekommen hatte und erklärten Margreth die Bedienung. Dann noch einen Augenblick sitzen und erzählen und dann war ich froh, dass wir nach Hause konnten.

Einen Augenblick sass ich noch am Rechner, surfte hier und da und unterhielt mich noch mit Holli. Dann hatte ich das dringende Bedürfnisse, mich in die Waagerechte zu begeben. Schnell das Sofa ausgezogen und den Fernseher angeschaltet und schon war ich eingeschlafen. Wach wurde ich erst wieder, als Bernd zu mir kam. Wir wollten uns „DSDS weltweit“ ansehen, was ich tatsächlich bis zum Ende durchgehalten habe. Doch nach dem Ende der Sendung ging es endgültig ins Bett – zum Schlafen natürlich.

Völlerei?

Die Nacht war nicht sehr angenehm. Ein wirrer Traum riss mich aus dem Schlaf, mit Herzklopfen lag ich eine weile wach bevor ich in eine Art Halbschlaf fiel, d.h. Wach- und Schlafperioden wechselten sich ab. Ankuscheln half nichts, wegdrehen auch nicht. Richtig munter war ich auch nicht, aber ich nicht richtig müde. Bernd wurde wach, womöglich durch meine Unruhe. Draussen war es noch stockdunkel und ruhig. Um halb sieben standen wir auf.

Das trübe Wetter trägt auch nicht gerade dazu bei, uns munter zu machen. Es wird überhaupt nicht richtig hell, es ist nass, kalt und grau.

Schön war’s

Die Idee kam mir erst in der letzten Woche: Warum sollte ich Heiligabend nach Lübeck zu meinen Eltern fahren und Bernd besucht seine Mutter? Wir könnten ja auch alle zusammen bei uns feiern und Fondue essen. Ich rechnete allerdings nicht damit, dass diese Idee bei meinen Eltern auf fruchtbaren Boden fallen würde. Überrascht war ich, als ich den Plan meiner Mutter vortrug und ich schon Mal keine spontane Absage erhielt sondern sie das erst mit meinem Vater besprechen wollte – was ja auch verständlich ist. Ausserdem hätte sie bereits den Karpfen bestellt, aber gut, der kann auch wieder abbestellt werden. Tja, und dann kam doch tatsächlich die Zusage, worüber ich mich wirklich sehr freute.

Wir trafen uns alle am Bahnhof und holten meine Eltern vom Zug ab.

Unser Wohnzimmer hatten wir bereits ein wenig umgeräumt. Der Kaffee war fertig und Kaffeetassen und Gebäck standen bereit als wir mit unseren Gästen nach Hause kamen. Zum Einstimmen sollte es nur eine Kleinigkeit geben – richtig essen wollten wir ja erst später. Doch vorher gab es noch die Geschenke. Bernd hatte sein Hauptgeschenk von mir schon vor ein paar Wochen bekommen: Einen Zuschuss zu seinem neuen Monitor. So gab es heute nur noch Kleinigkeiten: Ein Glas Honig und 1 Karte für das Spiel der Hamburg Freezers am 2. Weihnachtstag. Von Bernd bekam ich hübsche Grappagläser, eine DVD mit dem Film „Chicago“ und einen Gutschein für den Besuch der Miniaturwelt, Deutschlands grösster Modelleisenbahnanlage. Unser Gemeinschaftsgeschenk von meinen Eltern, ein Bonsaibäumchen, hatten wir schon am Samstag bei meiner Cousine bekommen. Jetzt gab es noch wir noch Geldgeschenke, wie auch von Bernds Mutter. Wir drapierten die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum und stiessen mit einem Glas Champagner auf Weihnachten an.


Meine Eltern wollen nicht so spät wieder zurück nach Lübeck, deshalb deckten wir auch dann gleich den Tisch für das Fondue. Rinderfilet, Schweinefilet, Putenschnitzel, frische Champignons, 2 Salate, Oliven, Gurken und Brot – und alles wurde aufgegessen. „Ach, wir essen ja nicht viel“ hör ich immer von meinen Eltern. Na, dann hat es ihnen ja besonders gut geschmeckt – *freu*. Nach dem Essen gab es zur Verdauung einen Meyer’s Rum.

Leider mussten sich meine Eltern dann auch schon auf den Heimweg machen. Gemeinsam brachten wir sie zum Bahnhof – um 21.05 fuhr ihr Zug zurück nach Lübeck.

Allen hat es sehr gut gefallen. Wenn meine Eltern nächstes Jahr Weihnachten noch so fit sind wie jetzt kommen sie gerne wieder – haben sie gesagt. Ein grösseres Kompliment konnten sie uns gar nicht machen.

Sturm

Es war noch dunkel als ich wach wurde. Ich wusste nicht, wie spät oder früh es war. Ich hörte nur, dass es draussen wehte. Ich wollte weiterschlafen und kuschelte mich an Bernd. Aber schlafen? Nein, es ging nicht. Und Bernd konnte auch nicht schlafen.

Später schliefen wir doch wieder ein. Irgendwann weckte Bernd mich zärtlich. Ich schlug die Augen auf und es war hell! Es war bereits nach 9! Wirklich spät für unsere Verhältnisse. Draussen tobte der Sturm noch stärker.

Im Wohnzimmer standen noch die Taschen mit den Geschenken, ich musste erst Mal Ordnung schaffen. Der Sturm entwickelte sich weiter. Im Radio hörten wir, dass auf dem Weihnachtsmarkt einige der Buden beschädigt wurden. Hier drin ist es kuschelig und gemütlich. Und irgendwie kommt bei mir endlich Weihnachtsstimmung auf.