Archiv für den Monat: August 2003

Ausgeschlafen

Vollkommen ungewohnt sind wir gestern Abend um halb zehn ins Bett gegangen – zum Schlafen! Kaum hatte ich mich an Bernd angekuschelt war er auch schon eingeschlafen. Kurz darauf muss ich auch eingeschlafen sein. Irgendwann heute morgen wurde ich wach. Ich kuschelte mich wieder an, noch etwas schläfrig, zu faul die Augen aufzumachen. Aber einschlafen konnte ich auch nicht mehr, besonders da ich durst hatte. Also stand ich auf um was zu trinken. Es war hell, die Sonne schien und es war „schon“ zwanzig Minuten vor acht. Als ich ins Bett zurückkam wurde Bernd wach. Und später sind wir dann auch wirklich aufgestanden – zufrieden und ausgeruht.

Schlaflos

Es half alles nichts: Rückenlage, Bauchlage, Seitenlage, Kuscheln oder auch nicht – ich hab schlecht geschlafen. Bernd auch. Als Melli später anrief und ich sie dann fragte, wie sie geschlafen hätte, war die Antwort „schlecht“. Lag es an den Espressi, die wir nach der Pizza getrunken hatten?

Eigentlich wollten wir uns heute das dritte Feuerwerk anschauen. Aber ich verspürte überhaupt keine Lust, in die Stadt zu gehen. Bernd zum Glück auch nicht. Also werden wir heute zu Hause bleiben. Es soll ja auch noch Regen geben.

Der grosse Regen

Es regnete schon heute Morgen beim Aufstehen und es regnete den ganzen Tag. Ausserdem war es kalt. Schirm und Jacke waren angesagt. Das erste Mal seit Monaten musste ich eine Jacke anziehen, fürchterlich. Auf dem Heimweg vom Büro regnete es noch immer.

Melli war schon da als ich nach Hause kam. Bei dem Wetter hatten wir keine grosse Lust zum heutigen Feuerwerk zu gehen. Wir bestellten erst Mal Pizza. Wir entschieden uns dann, zu Haus zu bleiben. Das Wetter war nicht geeignet, sich frühzeitig einen guten Platz zum Zuschauen zu suchen und dort womöglich mehr als eine Stunde auszuharren und auf das Feuerwerk zu warten. Holli und Gunnar, mit denen wir uns treffen wollten, hatten heute Nachmittag schon abgesagt.

Wir hatten dann mit Melli einen sehr gemütlichen Abend bei netten Gesprächen.

Feuerwerk

Heute Nachmittag war der start des Alstervergnügens, das alljährlich von einem Feuerwerkfestival begleitet wird. Gegen 21.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Binnenalster. Es war ein milder, windstiller Spätsommerabend, ideal für ein Feuerwerk. Auf der Langen Reihe herrschte ein fast südländisches Flair. Alle Strassencafés und Restaurants waren besetzt bis auf den letzten Platz. So hatte ich das noch nie gesehen.

An der Alster war es schon recht voll. Wir suchten uns einen Platz auf der Lombardsbrücke und lauschten der alkoholisierten Moderation von Carl-Heinz Hollmann. Das heutige Feuerwerk wurde von Pyrotechnikern aus Österreich veranstaltet. Es gab ein paar neue Effekte, doch so ganz begeistert war ich nicht davon. Der Schlussbeifall der rund um die Binnenalster versammelten Zuschauer war auch eher verhalten.

Morgen wird das Feuerwerk von Spanien veranstaltet. Wir wollen mit Melli hingehen und uns das anschauen. Mal abwarten, was die Spanier zu bieten haben.

(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)

Mal wieder Titanic

Oliver schickte mir heute einen Link zu einer Seite, auf der die Lebensläufe der Passagiere und Besatzungsmitglieder der Jungfernfahrt nachzulesen sind, die auch in dem Musical eine Rolle spielen. Ausserdem sind jeder Rolle die Darsteller zugeordnet: http://www.musical-time.de/titanic/cast/besetzung.htm

Über diese Seite fand ich die persönliche Homepage von Jens Janke, der die Rolle des Funkers spielt. Jens Janke hat ein phantastisches Flashintro zum Musical Titanic gestaltet. Entweder auf seiner Homepage auf „Titanic“ klicken oder direkt auf das Intro gehen.

Man hört einige Takte der Originalmusik und den Originalsound der Kollision mit dem Eisberg. Ich kann nur empfehlen, die Boxen auf ganz laut zu stellen. Der Beginn der Animation ist dem Anfang des Bühnenstückes nachempfunden, nämlich dem sich vergrössernden Bühnenausschnitt. Es ist fast genau so wie im Theater.

Alles wieder normal

15 Grad zeigte das Thermometer heute morgen an. Laut Wetterbericht sollten es bis zu 21 Grad werden. Die Frage war: Ziehe ich einen Pullover an oder nicht? Ich zog – und das war gut so. Eiskalte Hände bekam ich unterwegs. Die Menschen auf dem Weg zur Arbeit hatten Jacken, Pullover, ja vereinzelt sogar leichte Mäntel an. Tja, das war’s dann wohl für dieses Jahr mit dem Sommer bei uns im Norden.

Swan fan Makkum


Es gibt immer Leute, die zu spät kommen. Der Bus sollte um 17.30 Uhr vom Bahnhofsvorplatz abfahren. Es wurde fast 18.00 Uhr. Die Entschuldigung: „Wir fanden keinen Parkplatz.“ Unverständlich, denn jeder weiss, dass es schlecht bestellt ist mit Parkplätzen in der City. Aber dann wurde es doch noch ein schöner Abend. Eingeladen zu dieser Fahrt hatte eine Firma aus Lübeck, bei der wir gelegentlich Treibstoffe für unsere Schiffe bestellen.

Nach 1 Stunde Fahrt erreichten wir in Lübeck den Liegeplatz der „Swan fan Makkum“. Stolz reckte die grösste Brigantine der Welt ihre 45 m hohen Masten in den Himmel. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung des Kapitäns legten wir ab, um traveabwärts nach Travemünde zu fahren, zuerst durch einen teil des Lübecker Stadthafens, später dann vorbei an Industrie, aber auch durch die schöne Naturlandschaft, die ich früher, wenn wir mit unserer Yacht auf der Trave fuhren, immer eher langweilig empfand. Seit fast 50 Jahren kenne ich dieses Revier. Einiges hat sich im lauf der Zeit an den Ufern der Trave doch verändert.



Nach ca. 1 Stunde Fahrt passierten wir die Herrenbrücke, einst Europas grösste Klappbrücke. Kurz dahinter dann die Flenderwerft, leider seit in paar Monaten in Insolvenz. Den letzten Stapellauf haben wir uns im vorigen Jahr dort angesehen.

Langsam kamen wir mit einigen anderen Gästen ins Gespräch, für eine Dame machte ich ein wenig den „Fremdenführer“. Getränke und Schnittchen wurden an Deck gereicht. Der Wind wehte frisch. Ein wenig Schutz und Wärme brachten die verteilten Caps mit dem Firmenlogo. Doch bevor wir Travemünde erreichten, hatten es sich die ersten Gäste unter Deck in den Salons bequem gemacht.

Am Skandinavienkai lagen 2 Fährschiffe, die auf ihre Beladung warteten. An den Kais und Brücken in Travemünde lagen diverse Grossselger, festlich beleuchtet.

Schon bald hatten wir die Lübecker Bucht erreicht. Von See aus bot sich uns ein ein wunderbarer Blick an Travemünde bei Nacht. Ein paar Gläser Wein taten ihre Wirkung.

Das mit Spannung erwartete Feuerwerk aus Anlass des Grossseglertreffens ist nicht weiter erwähnenswert. Wer es nicht gesehen hat, hat nichts versäumt. Da freu ich mich doch schon auf die Feuerwerke am kommenden Wochenende in Hamburg.

Um Mitternacht machte die „Swan fan Makkum“ am Skandinavienkai fest. Ein Bus brachte uns zurück nach Hamburg. Seeluft und Alkohol macht müde und mir fielen schnell die Augen zu.

Onlinebuchung

Ende September werden wir Oliver in Mannheim besuchen. Mangels Auto werden wir mit der Bahn reisen. Ein Hotelzimmer haben wir schon in der letzten Woche gebucht – online. Heute habe ich die Bahnfahrt gebucht und die Fahrkarte konnte ich gleich ausdrucken, auch online. Ich finde das phantastisch. Wenn ich an die Menschenmassen im Reisezentrum im Hamburger Hauptbahnhof denke, ist die Möglichkeit, die Fahrkarten online zu buchen sehr bequem und zeitsparend.

Sauerei

Heute fand ich folgende kleine Notiz in der MOPO:

„Vatikan vertuscht Sex-Missbrauch
Rom Der Vatikan ordnete nach britischen Presseberichten 1962 an, Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester zu vertuschen. Bischöfe in aller Welt seien angewiesen worden, solche Vergehen mit „grösster Geheimhaltung“ zu behandeln. Die Opfer sollten unter Drohung der Exkommunizierung zum Schweigen gebracht werden.“

Diese Anweisung ist zwar schon über 40 Jahre alt, doch ich kann mir gut vorstellen, dass sie immer noch in Kraft ist, besonders auch deshalb, weil der alte Mann vor kurzem wieder mal gegen uns Schwule Stellung bezogen hat.