Archiv für den Monat: Juni 2003

Ein ganz normaler Sonntag

Um halb acht sassen wir schon auf dem Balkon und nahmen unseren Morgentrank zu uns: Ein Glas Kakao. Es ist schön, am Sonntag Morgen so früh draussen zu sein. Kaum Autoverkehr, es ist sehr ruhig, nur ein paar Vögel zwitschern. Die Luft ist noch angenehm frisch. Unser allgemeine Verfassung: Müde und lustlos. Warum? Keine Ahnung, einfach so. Und was macht man da? An den Rechner setzen und erst Mal Emails abholen, das Fleisch anbraten für das Currygeschnetzelte, das wir heute essen wollen, ein wenig surfen. Im ICQ ist es tot, meine Buddies sind wohl alle Langschläfer oder haben was besseres vor, als vor dem Computer zu sitzen.

Ach ja, ich wollte ja mal nachsehen, wie das mit der Nahaufnahme unserer Digicam geht. Die englische Rose ist sicher ein dankbares Objekt. Wo ist denn nur die Bedienungsanleitung? Wir haben einen Kasten, wo wir so etwas sammeln. Aber da drin ist sie nicht. Ach, die Computerdinge liegen ja woanders. Gefunden! Klar, in einem geordneten Haushalt findet sich alles wieder an.

Ich blättere in dem kleinen Büchlein und frisch nebenbei meine Kenntnisse über ein paar andere Funktionen der Kamera auf. Nahaufnahmen, ist ja alles ganz einfach, hab ich auch vorher schon gemacht, wohl aber nicht oft genug. Ich hab’s vergessen. Aber jetzt probiere ich es mit der Rose.

Verpasst

Ein herrlicher Sommertag, nicht zu warm und es ist Freitag. Den ganzen Tag über war ziemlich viel zu tun. Gerade wenn aktuelles weggearbeitet war und ich wieder in den Bildschirm nach eingegangenen Mitteilungen schaute, konnte ich wieder 3 – 4 Eingänge ausdrucken und bearbeiten. Ich fürchtete schon, dass es nie ein Ende nehmen würde und ich den vorgezogenen Feierabend in den Wind schreiben könnte. Doch gegen 16.00 Uhr beruhigte sich die Situation und ich kam endlich dazu Dinge zu erledigen, die heute liegengeblieben und nicht ganz so wichtig waren. Die Chancen, um 17.00 Uhr das Büro verlassen zu können waren erheblich gestiegen. 30 Minuten später war alles klar und ich rief Bernd an, dass wir um 17.00 Uhr Feierabend machen, vorausgesetzt, es kommt nichts mehr dazwischen, was man in der Schifffahrt nie so genau weiss.

Aber es kam nichts mehr und ich ging pünktlich aus dem Haus, in der leisen Hoffnung, dass Bernd mich mit dem Wagen abholen würde. Tat er aber nicht. Also machte ich mich auf den Heimweg. In der Langen Reihe holte ich mir noch ein Eis, je eine Kugel Mango-Käse-Sahne und Vanille. Man war das lecker. Leider hatte ich die falsche Reihenfolge gewählt und Vanille zuerst genannt. So musste ich Mango-Käse-Sahne zuerst abschlecken weil diese Sorte auf der Vanille lag, was sehr schade war.

Unterwegs sah ich etliche Cabrios fahren, natürlich offen bei dem Wetter. Es stellte sich bei mir eine Art Neidgefühl ein. Schade, dass Bernd mich nicht abgeholt hat, obwohl es nur für eine Fahrt von 10 Minuten gewesen wäre. Ausserdem hätte ich die Kalorien gespart weil ich kein Eis gegessen hätte.

Zu Hause angekommen musste ich feststellen, dass Bernd nicht da war. Es gab nur eine Möglichkeit, wo er hingefahren war. Ich rief ihn auf dem Handy an und fragte, wo er denn sei. „Na unten, ich warte auf Dich!“ – Mist, schade, wir hatten uns verpasst.

Er ist weg

Mein Volvo – einst mein Traumwagen – ist verkauft. Im Zuge unserer gemeinsamen Neuanschaffung hatten wir ihn zu Ingo auf’s Land gebracht, mit dem Auftrag, ihn zu verkaufen. Ingo hat noch viel Arbeit gehabt, d.h. sauber machen und durch den TÜV bringen. Für seine Bemühungen habe ich Ingo zum Chinesen eingeladen, d.h. eigentlich hat er sich selbst eingeladen, aber das ist auch in Ordnung so.

In gewisser Weise hatten wir heute eine Jungfernfahrt: Auf dem Weg zum Chinesen sind wir zum ersten Mal sind wir mit 3 Personen in unserem Wagen gefahren. Ingo hat hinten mehr gelegen als gesessen, aber er war sogar angeschnallt. Wir fragen uns nur, wo dann noch die vierte Person hätte sitzen sollen.

Der Hals

Es war gestern schon da und heute ist es noch schlimmer: Mein Hals/Nackenbereich schmerzt bei bestimmten Bewegungen des Kopfes, und zwar nur auf der rechten Seite. Verlegen, verrenkt, Zug – ich weiss nicht was die Ursache ist. Heute ist es schlimmer als gestern. Einen Arzt aufsuchen, vielleicht sogar gleich zu einem Orthopäden? Erst Mal werde ich es mit Selbsttherapie versuchen: Massieren, heiss duschen mit Massagestrahl. Nach dem Duschen wurde es schon viel besser, nachher wird Bernd mir Japanisches Heilpflanzenöl einmassieren. Und nicht so lange vor dem Rechner sitzen heute. Er bleibt meinetwegen sogar heute zu Hause und geht nicht zur Chorprobe – obwohl ich gesagt hatte, dass er ruhig gehen kann. Lieb ist er.

Erfrischend

Nicht dass ich eine Erfrischung bräuchte, es ist ja wieder kühl geworden nachdem heute früh noch die Sonne schien und wir sogar auf dem Balkon sitzen konnten. Jetzt ist es elf Uhr, die Sonne ist weg, Oliver ist gerade aufgestanden und übermittelte mir per ICQ diese erfrischenden Witze:

Eine Türkin ist mit Zwillingen hoch schwanger. Alleine zuhause setzten plötzlich die Wehen ein. Sie weiß sich einfach keinen Rat und ruft deshalb die Polizei an. Der Polizist will sie zum Krankenhaus fahren, da geht es plötzlich schon los.

Der Polizist zur Türkin: „Kein Problem, meine Frau hat vor 14 Tagen ein Baby bekommen, ich weiß wie’s geht. Ich schau mal nach wie weit sie sind.“ Gesagt getan. Er sieht ein Köpfchen rausgucken und direkt wieder verschwinden. Er wundert sich….

Im Bauch der Mutter: Der „Rausgucker“ zu seinem Zwillingsbruder: „Ey, Murrat, hinten raus, vorne stehen die Bullen!“

* * *

Zwei Mexikaner laufen mit der Pistole schiessend durch ein kleines Dorf, der eine ruft: „Menstruation! Menstruation!“.

Schreit der andere: „Du Trottel! Das heißt Revolution“. – „Egal, ich will Blut sehen!“

Was denken die Amerikaner über ihren Präsidenten?

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Freunden aus den USA. Neben Neuigkeiten aus dem Leben und dem üblichen small talk enthielt diese Mail eine sehr gravierende Aussage, wie dieses schwule Paar über ihren Präsidenten denkt. Hier die entsprechende Passage:

„Our unemployment rate is the highest it has been in many, many years. Thanks to our stupid Frikkin‘ President, G.W. Bush. Our President is the USA’s answer to your Hitler — and I feel he is actually much worse than Hitler could ever have been. Bush should be tried for War Crimes and executed — for he unilaterally invaded a Sovereign Nation with absolutely no cause. Other than, he wants to have control of all of the oil in the world, so he and his family and friends can reap millions and millions of dollars from his plundering. The only two Nations that had the Dick and Balls to stand up to him was France and your Germany — and it makes me want to move to Germany even more now than ever. If we could possibly find a place to live and could get the necessary passports, we would probably seriously consider moving to Germany and living on our retirement incomes.“

Ob dies die Meinung des grössten Teils der Amerikanischen Bevölkerung ist weiss ich nicht. Aber es macht Hoffnung.

Sommeranfang

Pünktlich zum Sommeranfang stellte sich das typische norddeutsche Sommerwetter ein: Temperaturen um die 20 Grad, windig, Regenschauer, zeitweise scheint auch Mal die Sonne. Ich bin glücklich, dass unser Urlaub in die Schönwetterphase gefallen ist.

Nachwehen

Die Nacht war unruhig, begleitet von wirren Träumen. Zeitweise lag ich wach mit einem Völlegefühl. Das kommt dabei raus, wenn man sich abends den Bauch so voll schlägt!

Wir waren wieder recht früh wach. Ein wenig kuscheln und noch mehr. Selbst danach waren wir noch satt. Was essen wir heute? Am besten gar nichts.

Eingelöst

Im vorigen August hatte ich Bernd einen Gutschein geschenkt für ein Essen in einem chinesischen Restaurant in Eutin. Wir hatten dort vor der Oper gegessen und waren von der Qualität positiv beeindruckt. Am Wochenende wird dort ein Buffet angeboten, dazu hatte ich Bernd eingeladen. Heute haben wir es endlich geschafft, das Geburtstagsgeschenk einzulösen, in 2 Monaten hat Bernd ja schon wieder Geburtstag.

Um sicher zu sein, dass das Buffet auch noch angeboten wird, hatte ich tagsüber dort angerufen und bei der Gelegenheit gleich einen Tisch zu 19.00 Uhr reserviert. Wir machten uns kurz nach 17.00 Uhr auf den Weg nach Eutin. Das Wetter war nicht so gut, auf den Strassen und Autobahnen waren verschiedene Staus gemeldet, wir konnten also nicht unbedingt damit rechnen, dass wir schnell und zügig nach Eutin kommen würden. Doch bereits nach einer guten Stunde Fahrt waren wir am Ziel. Das Restaurant war noch fast leer. Ein netter und auch noch niedlicher Chinese brachte uns zum Tisch und fragte nach unseren Wünschen. Dann servierte er uns einen Cocktail mit Pflaumenwein und sagte, dass wir uns am Buffet bedienen könnten.

Leckere Sachen wurden angeboten: Verschiedene Vorspeisen, mehrere Fleischsorten auf verschiedene Art zubereitet, alles sah sehr lecker aus und schmeckte auch sehr gut. Nur die knusprige Ente war ein wenig salzig. Die Teller wurden nach jedem Gang abgeräumt. Irgendwann ging nichts mehr rein. Der Kleine Chinese räumte ab und sagte, dass wir auch vom Dessertbuffet nehmen könnten. Bernd streikte aber ich ging dann doch noch Mal – schauen kann man ja Mal. Ich kam an den Tisch zurück mit ein paar Stückchen gebackene Banane mit Honig, dazu Vanilleeis. Danach war ich wirklich total dicht und wir machten uns auf den Heimweg.