Archiv für den Monat: Mai 2003

Uuuuuurlaub !

Klar doch, dass ich nicht pünktlich gehen konnte – das ist ja meistens so am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub. Man will seiner Kollegin ja auch nicht zuviel Dinge hinterlassen, die erledigt werden müssen. Steffi wird noch Arbeit genug haben in den nächsten 2 Wochen. Kurz vor dem normalen Dienstschluss kamen noch ein paar Dinge, die ich gern noch erledigen wollte. Also kam ich erst um 18.00 Uhr aus dem Büro. Auf dem Weg nach Hause hab ich noch ein paar Gummis gekauft – Kaugummis natürlich, für den frischen Atem.

Zu Hause angekommen hab ich mir noch ein paar Informationen über Zürich gesucht und ausgedruckt. Gleich heisst es, die Tasche packen, Blumen wässern, Körperpflege, d.h. duschen usw. Morgen früh um 07.30 Uhr holt uns Harald ab zur Fahrt nach Berlin. Von dort geht dann unser Flieger nach Zürich zum Schwul-Lesbischen Chorfestival. Hoffentlich haben wir eine nette Saftschubse.

In der nächsten Woche habe ich dann Zeit, unsere Eindrücke von unserem Aufenthalt in Zürich im Weblog zu verarbeiten.

Ich sag erst mal servus oder grüezi oder wie oder was.

Titanic Nr. 6

Es gibt ja eigentlich nicht mehr viel dazu zu sagen. Aber: Heute haben die Darsteller ganz besonders innig gespielt – was natürlich nicht gerade dazu beigetragen hat, meine Augen trocken zu halten. Im Gegenteil, heute war es besonders nass. Und ich hatte die Taschentücher vergessen. Robert Lenkey und Martina Edelhagen sind die Rollen des Ehepaar Isidor und Ida Strauss wie auf den Leib geschrieben. Es ist unglaublich, mit welcher Liebe und Wärme sie die Rollen erfüllen. Marius Sverrisson als 3. Klassepassagier Jim Farrell – ein Genuss, ihm beim Tanzen zuzusehen. Sein Duett mit Kate im 2. Akt ist wundervoll und einer der Gründe für meine nassen Augen.

Wie bei jeder Aufführung, die wir gesehen haben, gab es jubelnden Applaus und Standing Ovations am Schluss der Vorstellung. Wann gehen wir wieder hin?!

Vorfreude

Ein Sonntag Faulenzen. Erholung pur, einfach tun wozu man Lust hat. Und gleich geht’s wieder los: Titanic – zum 6. Mal! Werden mir auch heute noch die Augen feucht? Und wir werden dort meine Cousine und Freunde aus Lübeck treffen. Wir sind gespannt, wie es ihnen Titanic gefallen wird.

Platz 12 für Deutschland

Der diesjährige European Song Contest ist Geschichte. Deutschland hat einen 12. Platz. Ralf Siegel sollte damit zufrieden sein.

Diese Kultveranstaltung haben wir im Rahmen einer kleinen Party genossen, zu der Ulli eingeladen hatte. Wir waren 13 Leute, alles „Chorschwestern“ mit Anhang. Es macht schon Spass, den Grand Prix in so einer Gruppe zu verfolgen. Es wird kräftig gelästert, kommentiert und gelacht. Ulli hatte für alle einen Stimmzettel vorbereitet, d.h. wir haben mit dem gleichen Punktesystem eine private Abstimmung gemacht. Die Punkte wurden am Ende abgefragt und in Ullis Laptop eingegeben, so hatten wir die gleiche Ergebnisberechnung wie die offizielle – nur nicht so schön.

Der erste Platz unserer internen Abstimmung stimmte mit dem offiziellen Endergebnis überein. Und alle waren froh, dass nicht Russland das Rennen gemacht hat. Mein persönlicher Favorit war Schweden, gefolgt von Island, Lettland und Belgien.

Den türkischen Beitrag hab ich nur in der Wiederholung sehen können. Ich war leider einige Male geschäftlich eingespannt und musste mich ein paar Mal mit dem Handy ins Schlafzimmer zurückziehen um dort ungestört telefonieren zu können.

Aufgefallen ist uns, dass wohl Barock im Kommen ist, hatten doch einige der Backgroundsängerinnen ziemlich üppige Formen. Die überwiegende Meinung war, dass die Qualität der Beiträge besser geworden ist – von ein paar Ausnahmen abgesehen (Ukraine, Grossbritannien). Einiges hörte sich wohlbekannt an. Irland z.B. brachte einen Titel, der dem der Olsenbrothers aus Dänemark (Gewinner 2000) sehr ähnlich war.

Interessant ist die Punktevergabe einzelner Länder unter sich. Nachbarn und Länder aus dem gleichen Kulturkreis schieben sich gegenseitig hohe Punktzahlen zu. Nur Deutschland steht ziemlich isoliert da und wird es nur aus eigenem Antrieb mit einem „Knaller“ schaffen, einen der vorderen Plätze zu bekommen. Ob das mit Herrn Siegel möglich ist?

Matrix Reloaded

Ist dieser Film besser oder schlechter als der 1. Teil? Ich meine, er ist genauso gut. Ein wenig mehr Witz, ein wenig Erotik (in der USA-Version sind bestimmt ein paar Nippel rausgeschnitten), viel Action, guter Soundtrack. Uns hat’s gefallen – aber nicht wegen der Nippel. Und wer ganz lange aushält und sich den ellenlangen Abspann anschaut bekommt ganz zum Schluss noch den Trailer für die Fortsetzung zu sehen.

Gewonnen!

In der Mopo wurde heute eine Telefonaktion angekündigt, bei der es Freikarten für Matrix reloaded zu gewinnen gab. Zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr sollte man die veröffentlichte Nummer anrufen. Da es bei uns in der Firma sehr ruhig war, begann ich Punkt 11.00 Uhr, die Nummer zu wählen. Natürlich war besetzt. Dank der Funktion „Wahlwiederholung“ ist es sehr bequem, schnell hintereinander die gleiche Nummer zu wählen. 10 Minuten habe ich es erfolglos versucht, es war kein Durchkommen. Dann widmete ich mich wieder meiner Arbeit. Danach wieder ein paar Versuche mit dem Telefon. Nichts. Und wieder arbeiten – wählen. Bei der dritten Serie meldete sich plötzlich eine Stimme. Ich war durchgekommen! Ja, und da hatte ich also 2 Karten gewonnen für eine Vorstellung am Samstag Nachmittag. Ist ja auch schon lange her seit wir mal was gewonnen haben. Wir waren mal wieder dran.

Der Trick

Ich mache Sport – na ja, nicht so richtig, aber steppen. Nein, nicht tanzen, sondern auf dem Stepper. Ich bemühe mich, jeden Abend ein paar hundert Stepps zu machen. Und es geht viel leichter, wenn ich dabei fernsehe, z.B. Galileo auf Pro7. Da hab ich eben was über Spargel gelernt und über Luftballons (keine Kondome). Ja, und dabei vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich schau nicht dauernd auf das blöde Display um zu sehe, wie viele Stepps ich schon gemacht habe, wie viel Zeit vergangen ist und wie viele Kalorien (sowieso zu wenig) verbraucht sind. Leicht und locker habe ich die Stepps von Montag bis heute von 400 auf 500 gesteigert! Wenn das kein Erfolg ist. Übrigens: Ich mach das nicht, um abzunehmen, fühl ich mich mit meinem Lebendgewicht von 83 kg doch recht wohl. Aber es ist eine Möglichkeit, meinen Körper ein wenig in Form zu bringen.

Ausgeschlafen?

Der Wecker weckte mich nicht mehr, er erinnerte nur daran, dass es Zeit war, aufzustehen. Die Nacht war nicht besonders gut. Unruhiger Schlaf, lange Zeiten des Wachliegens, Gedanken über dies und das. Das Ergebnis war, dass ich heute morgen ziemlich kaputt und müde war. Gern wäre ich zu Hause geblieben. Auch der Fussweg ins Büro machte meinen Kopf nicht frei. Zum Glück war der Bürotag normal, besondere Anstrengungen waren nicht notwendig.

Die Frage tauchte auf, ob ich mit zur Chorprobe gehe oder nicht. Einerseits wollte ich, andererseits auch nicht. „Nicht“ behielt die Oberhand, mein Schatz ist dann alleine gefahren. Ich freu mich darauf, wenn er nach Hause kommt.

Prioritäten setzen

Der Wetterbericht hatte bereits gestern schlechtes Wetter für heute vorhergesagt. Und so war es dann auch als wir wach wurden: Es war dunkel und wir hörten den Regen prasseln. Froh war ich, gestern das Wetter ausgenutzt zu haben um eine kleine Tour mit dem Wagen zu machen.

Heute konnte ich dann in aller Ruhe das Badezimmer überholen – ohne dass Sonne, Balkon oder Cabrio lockten. Falls sich das Wetter doch noch bessern sollte kann ich mich immer noch auf den Balkon setzen. Es ist eben alles eine Sache der Planung. Aber nicht, dass jetzt jemand denkt wir verkommen im Dreck wenn Mal wochenlang die Sonne scheint.

Feinschmecker

Hier und da etwas „Gartenpflege“, das gehört einfach dazu, wenn man einen blühenden Balkongarten haben möchte. Altes und Verwelktes herausschneiden, Ranken festbinden, giessen. Dabei stellte ich fest, dass eine Knospe einer der Rosen angefressen war. Ich schaute etwas genauer hin. Und da war sie, in getarntem Grün, von den Trieben der Rose kaum zu unterscheiden: Eine Raupe. Sie hatte sich bereits über die nächste Knospe hergemacht. Anfassen und vom Balkon werfen? Nein, ich doch nicht. So etwas fass ich doch nicht an. Und es bestände ja die Gefahr, dass sie sich auf den langen Weg die Hauswand hinauf macht und wieder in der Rose landet. Weiss man, ob Raupen ein Gedächtnis und Orientierungssinn haben? Gefrässig wie die sind ganz bestimmt. Vernichten, ja, ich muss sie vernichten. Ich nahm ein Stück Papiertuch von der Rolle, doppelt gelegt. Damit die Raupe gefasst, das Ganze gut zusammengeknüllt und gedrückt. Weg damit. Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben? Nein, hab ich nicht. Wenn sie die ganzen Knospen gefressen hätte wäre auch keine Blüte für den Falter mehr da gewesen, den sie hervorgebracht hätte.